Alba verlängert mit 17-jährigem, der gegen barça und real glänzte

Der FC Alba lässt keine Zeit verstreichen. Kaum hat Dani Bernabéu mit seinem Debüt gegen Real Madrid und Barcelona in der Copa del Rey für Aufsehen gesorgt, verlängert der Klub das Arbeitspapier des 17-Jährigen ein zweites Mal binnen weniger Wochen – nun bis 30. Juni 2029.

Bernabéu war gegen barça und real der beste mann

Bernabéu war gegen barça und real der beste mann

Der Mittelfeldspieler kam vor zwei Jahren vom FC Cartagena, spielte zunächst für die U19, dann für das B-Team. In dieser Saison riss die schwere Zeitlinie: sieben Einsätze für die Profis, davon vier in LaLiga, drei im Pokal. Gegen Barcelona dirigierte er das Tempo, gegen Madrid gewann er 80 Prozent seiner Duelle. Am Samstag in Santander stand er erstmals in der Startelf – und blieb 90 Minuten auf dem Platz.

Die Zahlen sind schon jetzt ein Schlag ins Kontor der Konkurrenz: 622 Pässe in drei Pokalspielen, 87-prozentige Erfolgsquote, zwei Vorlagen, null Fehlpässe im eigenen Sechzehner. Alba weiß, dass die Scouts von Atlético und Bayer Leverkusen seit Wochen in Reihe eins sitzen. Deshalb der Handshake so früh, bevor der Markt im Sommer richtig rollt.

Der Vertrag bis 2028 wurde erst am 15. Mai unterschrieben, doch die sportliche Leitung setzte innerhalb von 14 Tagen nach. „Wir wollen keine Diskussionen“, sagt Sportdirektor Marc Roca. „Wenn ein Junge in der Copa gegen Barça und Real die Kugel sicher wie ein 30-Jährige verteilt, dann sprechen wir nicht über Potential, sondern über Realität.“

Bernabéu selbst trainiert seit Montag wieder mit der U19, weil Cheftrainer Luis García ihm intern eine Pause gönnte. Die Kniepartie gegen Racing Santander hinterließ kleine Blessuren. Doch der Junge aus Cartagena will zurück. „Ich habe den Geschmack von Gras in den Lungen“, sagte er nach dem Spiel in Cantabrien. „Und den will ich nicht mehr abgeben.“

Alba zahlt keine Ablöse an Cartagena für die vorzeitige Vertragsverlängerung, sichert sich aber eine 30-Millionen-Klausel. Ein Betrag, der im nächsten Sommer schon unter der Marke liegen könnte, wenn Bernabéu gegen Valencia und Betis erneut die Richtung vorgibt. Der Klub rechnet fest mit ihm – und mit dem nächsten großen Transfer, der wieder aus der eigenen Schule kommt. Die Botschaft lautet: Wer hier durchstartet, bleibt – oder kostet eine Stange Geld.