Hoffmann feiert comeback in planica – schmid nimmt abschied mit 200-meter-traum
Felix Hoffmann ist zurück. Nach seinem Wind-Crash in Oslo und der anschließenden Pause meldet sich der 28-Jährige beim Saisonfinale in Planica zurück – und das auf der berüchtigten Letalnica. Ein Risiko? Vielleicht. Aber für Hoffmann ist es die einzige Möglichkeit, den Winter mit einem starken Flug zu beenden.
„Mein System ist stabil“, sagt er. Kein Wort zu viel. Kein Pathos. Nur diese knappe Feststellung, die bei ihm mehr bedeutet als jedes medizinische Attest. Nach der Attacke der Böe in Oslo, die ihn fast aus der Bahn geworfen hätte, war klar: Pause. Vikersund? Abgehakt. Die Saison schien vorbei. Doch jetzt, auf der riesigen Flugschanze in Slowenien, will er noch einmal zeigen, warum er im Gesamtweltcup auf Platz neun liegt.
Philipp raimund wagt den sprung in die flugelite
Neu im Kader: Olympiasieger Philipp Raimund. Der 25-Jährige, der jahrelang mit Höhenangst kämpfte, steht erstmals auf der Monsterbakken. Kein Test, kein Trainingseinsatz – direkt ins Finale. Seine Saison war stark, aber Planica ist keine normale Station. Hier zählt nur, wer die größte Flugkurve traut.
Für die Frauen ist Planica Premiere. Und für Katharina Schmid ist es das Ende. Die Ex-Weltmeisterin beendet nach dem Finale ihre Karriere. Mit 29. Mit 200 Metern im Visier. „Das alles noch einmal genießen“, sagt sie. „Mit Freunden, mit Familie. Und dann ist Schluss.“ Keine Tränen, keine Rhetorik. Nur diese klare Linie, die sie immer auszeichnete.

Letalnica fordert ihre tribute – und ihre helden
Die Schanze ist kein Ort für Sentimentalitäten. Hier fliegen die Springer buchstäblich an ihre Grenzen. Wer zu zögerlich startet, wird abgestraft. Wer zu mutig ist, riskiert den Sturz. Hoffmann kennt das. Er war schon oft hier. Aber diesmal ist alles anders. Kein Druck mehr aus dem Gesamtweltcup, keine Qualifikationsangst. Nur der Wunsch, sich selbst zu beweisen, dass der Körper noch mitspielt.
Beim Team-Event am Samstag wird er noch zuschauen. Am Sonntag aber, beim letzten Einzel, sitzt er wieder auf der Startkante. Dann zählt nur noch die Flugzeit. Und vielleicht die Frage: War es das wert? Die Antwort steht schon fest. Für Hoffmann ist jeder Flug ein Beweis. Für Schmid ist jeder Meter ein Abschied. Und für Planica ist jeder Springer ein Teil ihrer Geschichte.
