Alba berlin stolpert in weißenfels und verspielt den anschluss an münchen

68:99 – die Zahlen brennen sich in die Netzhaut. Alba Berlin kassiert beim Tabellenletzten MBC eine Klatsche, die nicht nur wehtut, sondern die Meisterschaftsplanung durcheinanderwirbelt.

Milenko bogicevic lässt seine alte familie alt aussehen

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Der Mann, der von 2012 bis 2016 an der Seitenlinie der Albatrosse assistierte, stellte seinen Ex-Arbeitgeber blutarm. Dreier auf Dreier regnete auf das Korbblech, 13 Treffer aus dem Corner, 44 Prozent von jenseits der Linie – Weißenfels schoss sich in Ekstase, Berlin in den Wahnsinn. Jack Kayil und Malte Delow wirkten wie in Zeitlupe, die Rotation von Coach Israel González war ein Wechselbad ohne Wirkung.

Die erste Viertelführung täuschte. Danach rissen die Berliner Defensefahnen – 28 Fouls, 24 offensive Rebounds der Mitteldeutschen. „Wir haben den Korb nicht verteidigt, wir haben uns nicht verteidigt“, sagte ein sichtlich mitgenommener Delow, der mit 14 Punkten zwar Topscorer wurde, aber auch vier Ballverluste verbuchte. Die 13 Niederlagen in Serie des MBC? Geschichte. Alba muss nun bangen, dass München die Vorsprungserie ausbaut.

Die Saison ist noch jung, doch die Botschaft ist klar: Ohne Biss kein Meister. Und ohne Rebound kein Biss. In der Kabine herrschte nach Abpfiff tote Stille – nur das Summen der Klimaanlage erinnerte daran, dass das nächste Spiel schon Mittwoch in Oldenburg wartet. Dort will González eine Antwort zeigen, die mehr ist als ein Aufwärmvideo. Die Fans verlangen Siege, nicht Erklärungen.