Alavés kämpft zurück: flores kritisiert defensivverhalten

Vitoria-Gasteiz – Ein frustrierendes Unentschieden gegen Osasuna für den Alavés, das die Abstiegssorgen nicht lindert. Quique Sánchez Flores, der Trainer des Teams, zeigte sich nach dem Spiel enttäuscht, lobte jedoch die mentale Stärke seiner Spieler, die sich zweimal im Spiel wiederfand.

Die abwehr als achillesferse

Die Probleme in der Defensive sind weiterhin ein Knackpunkt. „Wir haben es erneut verpasst, eine Null zu halten“, klagte Flores. Das frühe Einschenken eines Gegentores wirkte sich deutlich auf die Mannschaft aus, führte zu Desorganisation und ließ die Abwehr anfällig wirken. Drei Fehlentscheidungen innerhalb der ersten Minuten kosteten den Alavés den möglichen Vorsprung. „Teams der Primera División bestrafen solche Fehler“, betonte der Coach.

Es gab Phasen, in denen Osasuna das Spiel dominierte, und solche, in denen der Alavés die Oberhand hatte. Die Statistiken – mehr Schüsse und Ecken – spiegelten die Bemühungen wider. Doch Osasuna zeigte eine taktische Reife, die dem Alavés, das sich noch in einem Entwicklungsprozess befindet, abgeht. Die taktischen Anpassungen waren notwendig, um dem Gegner Paroli zu bieten. Ein besonders heikles Problem war die hohe Defensivlinie des Gegners, die zu Unstimmigkeiten in der Abwehrreihe führte.

Flores betonte, dass er sofort nach der ersten Halbzeit eingriff. „Wenn Verbesserungen möglich sind, müssen wir nicht länger warten.“ Die Wechsel wurden nicht als reine Notlösung betrachtet, sondern als strategische Maßnahmen, um das Spiel zu beeinflussen. Besonders im zweiten Durchgang, in dem Alavés typischerweise spielentscheidende Momente erlebt, sind taktische Anpassungen von großer Bedeutung.

Die hoffnung lebt auf

Die hoffnung lebt auf

Obwohl die Leistung in der ersten Halbzeit zu wünschen übrig ließ, zeigte sich Flores positiv von der Reaktion seiner Mannschaft beeindruckt. „Das Comeback nach zwei Gegentoren spricht für den Glauben der Spieler an ihre Fähigkeiten.“ Das späte Ausgleichstor gab der Mannschaft einen wichtigen moralischen Schub.

In Bezug auf die ersten vier Spiele räumte Flores ein, dass der Aufbau einer soliden Defensive Zeit benötigt. „Es braucht Zeit, um stabile und aggressive Defensivblöcke zu formen. Wir sind ein Team, das darauf spezialisiert ist, wenige Gegentore zuzulassen, aber das müssen wir verbessern.“ Die Tatsache, dass der Alavés nach vier Spielen bereits fünf Punkte auf dem Konto hat, wird als ein annehmbarer Ausgangspunkt gewertet.

Flores lobte die Schiedsrichterleistung und die Verbesserung des VAR-Systems. „Die Technologie hilft dabei, faire Entscheidungen zu treffen“, erklärte er, obwohl er auch zugab, dass die Interpretationen manchmal schwierig sein können. Er bezeichnete beide Elfmeter als „eindeutig“.

Fazit: ein weg, der noch lang ist

Fazit: ein weg, der noch lang ist

Der Alavés steht vor einer großen Herausforderung. Das Spiel gegen Osasuna verdeutlichte, dass die Defensive noch viel Arbeit vor sich hat. Doch die mentale Stärke und die Fähigkeit, sich zurückzukämpfen, geben Anlass zur Hoffnung. Es bleibt abzuwarten, ob Quique Sánchez Flores in der Lage sein wird, die notwendigen Veränderungen vorzunehmen, um den Abstiegskampf erfolgreich zu bestreiten. Die nächsten Spiele werden zeigen, ob die Mannschaft in der Lage ist, die Schwächen in der Abwehr zu minimieren und die Stärken im Angriff zu nutzen – denn die Konkurrenz schläft nicht.