Pogacar triumphiert in flandern: der weg zur monument-vollendung?

Tadej Pogacar hat erneut bewiesen, dass er derzeit der unangefochtene Herr des Radsports ist. Sein Sieg bei der Flandern-Rundfahrt, der zweite Triumph bei einem der fünf Monumente in dieser Saison, untermauert seinen Anspruch auf die historische Vollendung. Mathieu van der Poel und Remco Evenepoel, zwei der größten Namen der Disziplin, mussten sich dem Slowenen erneut geschlagen geben.

Die "mission roubaix": die nächste hürde für pogacar

Nach seinem dominanten Auftritt in Flandern richtet sich Pogacars Blick nun auf Paris-Roubaix am kommenden Wochenende. Dieses Rennen, oft als "Hölle des Nordens" bezeichnet, stellt eine völlig andere Herausforderung dar als die sanften Anstiege, die Pogacar in der Vergangenheit so meisterhaft ausgenutzt hat. Die Kopfsteinpflastersektoren und die unerbittliche Brutalität des Rennens werden dem Slowenen alles abverlangen.

Die slowenische Zeitung "Delo" brachte es auf den Punkt: Pogacar ist "der König". Vier der fünf Monumente stehen bereits zu seinen Gunsten – nur Paris-Roubaix fehlt noch im Palmarès. Das Rennen ist kein Geheimnis, aber die Herausforderung ist kolossal. Ein Sturz, ein technischer Defekt oder einfach ein schlechter Tag können seine Ambitionen zunichte machen.

Doch Pogacar ist kein Mann, der sich von Widrigkeiten unterkriegen lässt. Er hat sich bereits von seinem Debütjahr in Roubaix, als ein Sturz seinen Sieg verhindert hatte, wichtige Lehren gezogen. "Ich kam aufgrund des Rückenwinds mit extrem hoher Geschwindigkeit in die Kurve. Ich habe attackiert, bin Risiko gegangen - und war einfach zu schnell“, reflektierte er damals. Seine Analyse zeigt die Reife eines Fahrers, der aus Fehlern lernt und sich ständig weiterentwickelt.

Van der poel will genießen, evenepoel sucht nach konstanz

Van der poel will genießen, evenepoel sucht nach konstanz

Mathieu van der Poel, der dreifache Titelträger von Paris-Roubaix, kündigte an, das Rennen "zu genießen". Nach seiner starken Leistung in Flandern ist er zweifellos ein ernstzunehmender Anwärter auf den Sieg. Remco Evenepoel hingegen, trotz seiner vielversprechenden Debüt-Teilnahme in Flandern, muss weiterhin an seiner Konstanz arbeiten. Die Herausforderung liegt darin, die enorme Kraft, die er besitzt, auch in den entscheidenden Momenten des Rennens zu entfalten.

Pogacar selbst bleibt bodenständig. "Weder nach Sanremo noch heute denke ich, dass ich dieses Jahr alle fünf gewinnen könnte“, betonte er nach seinem Sieg in Oudenaarde. Trotz seiner beeindruckenden Erfolge ist er sich bewusst, dass der Radsport unberechenbar ist. Ein Rennen kann alles verändern.

Die Chance, Geschichte zu schreiben, ist jedoch greifbar. Sollte Pogacar in Roubaix triumphieren, würde er den Grundstein für eine Saison legen, die in die Radsport-Annalen eingehen wird. Nur Eddy Merckx schaffte es bisher, alle fünf Monumente in einer Saison zu gewinnen – eine Leistung, die Pogacar nun in Reichweite hat. Die "Mission Roubaix" ist gestartet – und der König ist bereit, das nächste Kapitel seiner außergewöhnlichen Karriere zu schreiben.