Alavés kämpft im bernabéu – aber ohne punktgewinn!

Madrid bebte gestern Abend zu einem intensiven LaLiga-Duell, in dem der Alavés dem Real Madrid alles abverlangte. Trotz einer starken Leistung und zahlreicher Chancen reichte es für die Gäste am Ende nicht zu einem Punktgewinn. Ein Ergebnis, das vor dem entscheidenden Saisonfinale gegen Mallorca bitter schmeckt.

Quique sánchez flores

Quique sánchez flores' plan: mutige gegenwehr

Trainer Quique Sánchez Flores hatte vor dem Spiel angekündigt, keine Spieler zurückhalten zu wollen, und sein Team bewies auf dem Rasen des Bernabéu Charakter. Die Aufstellung mit Lucas Boyé und Toni Martínez im Angriff sowie Denis Suárez in der zentralen Spielkontrolle signalisierte eine ambitionierte Herangehensweise. Es war ein Plan, der zunächst Früchte trug: Der Alavés präsentierte sich defensiv stabil und vermochte, den haushohen Favoriten Real Madrid vor einige Probleme zu stellen.

Doch was niemand auf Seiten des Alavés erwartet hatte, war die Vielzahl an Torchancen, die sich im Laufe des Spiels boten. Zwei Lattentreffer, unzählige vielversprechende Situationen, die jedoch ungenutzt blieben – die Effizienz im Abschluss ließ zu wünschen übrig. Der umstrittene Pfiff für einen möglichen Elfmeter nach einem Kontakt von Rüdiger mit Aleñá, als dieser bereits zum Schuss ansetzte, tat das Übrige.

Das Tor der Ehre durch Toni Martínez kam zu spät, um noch einmal Hoffnung auf einen Punktgewinn zu schüren. Martínez war über das gesamte Spiel hinweg der aktivste Spieler im Angriff des Alavés, doch selbst seine Bemühungen reichten nicht aus, um das Blatt zu wenden. Die Niederlage ist besonders schmerzhaft, da sie die jüngste Erfolgsserie von vier Spielen mit mindestens einem Punktgewinn unterbricht.

Die Tabelle lügt bekanntlich nicht, und für den Alavés könnte der Abstiegskampf noch komplizierter werden. Sollte Elche morgen gegen Atlético einen Punkt holen, würde der Alavés in die Abstiegsränge rutschen – eine Situation, die vor dem Beginn der Runde durchaus realistisch erschien. Doch die Spieler und Verantwortlichen blicken nach vorn und konzentrieren sich voll und ganz auf das entscheidende Duell gegen Mallorca. Die Mission ist klar: Nur ein Sieg zählt.

Das Spiel gegen Mallorca ist seit Wochen in Mendizorroza ein „roter“ Termin im Kalender. Ein Großteil der Lizenz zum Verbleib in der Primera División hängt von diesem Duell ab. Die kommenden Tage werden zeigen, ob der Alavés die nötige mentale Stärke und taktische Flexibilität besitzt, um den entscheidenden Sieg einzufahren und den Klassenerhalt zu sichern. Der Druck ist enorm, aber die Spieler müssen sich davon nicht lähmen lassen. Es gilt, die Energie in eine konzentrierte Leistung zu kanalisieren und am Samstag alles zu geben.