Akpa akpro glänzt, orban und harroui enttäuschen: venezianer in der einzelkritik

Die Zahlen sind gnadenlos: 56 % gewonnene Zweikämpfe, drei Schlüsselpässe, eine Vorlage – Jean-Ricner Bellegarde, genannt Akpa Akpro, war gegen Monza der einzige Venezianer, der wie ein Gereifterer wirkte.

Die statistik, die niemand im lager des fc venezia sehen will

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Bei Orban und Harrouiliest sich das Protokoll wie eine Anklage. Der Ungar räumte nur 33 % seiner Duelle ab, der Niederländer verlor 18 von 24 Ballkontakten im Mittelfeld. „Das ist keine Serie-A-Reife“, sagt ein Scout, der den Klub seit Wochen begleitet. „Das sind Achter-Statistiken, die man sonst nur in der zweiten belgischen Liga findet.“

Leo Skiri Østigard und Morten Frendrup dagegen lieferten die Solide-Leistung ab, die Trainer Paolo Vanoli sich von allen wünscht: 11 Balleroberungen, 83 % Passquote, kein Fehler im Aufbau. Doch Solide reicht nicht, wenn die Offensive nicht trifft. Venezia kassierte in den letzten fünf Spielen nur zwei Punkte – Abstiegszone statt Playoff-Träume.

Die Stimmung in Mestre ist auf dem Siedepunkt. Fans skandierten „Orban raus“ in der 68. Minute, als der Verteidiger erneut den Abstauber verpennte. Harroui wurde ausgepfiffen, als er in der 82. Minute einen Standard in die Mauer hämmerte. Die Kurve fordert personelle Konsequenzen – und die sportliche Leitung schweigt.

Am Ende bleibt die Erkenntnis: Ohne Akpa Akpro wäre diese Saison längst gelaufen. Mit ihm aber auch, wenn die Nebenleute so weiterspielen. Die nächste Gelegenheit zur Wiedergutmachung gibt es am Sonntag in Udine. Wer dann wieder in der Startelf steht, wird Vanoli nicht verraten. Die Entscheidung fällt im Training – und in der Videoanalyse, die bis spät in die Nacht dauert.