Abschied von isi dölle: buxtehuder sv verliert prägende spielerin

Ein Kapitel geht zu Ende in Buxtehude: Isabelle Dölle, die dienstälteste Spielerin und eine der prägendsten Figuren des Buxtehuder SV, wird nach der Saison 2025/26 ihre Handballkarriere beenden. Ein Verlust, der den Verein tief erschüttert, wie Manager Peter Prior betonte.

Acht jahre erste bundesliga – eine ära geht dem ende zu

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Seit 2018 gehört Isabelle Dölle, liebevoll „Isi“ genannt, zum Kader der Niedersächsinnen. Ihre Bilanz spricht für sich: 185 Bundesliga-Spiele, 658 Tore – davon 53 aus der Hand. Damit gehört sie unumstritten zu den Top-10 Torschützinnen des BSV in der langen Geschichte der ersten Liga. Nur Anika Hampel konnte in dieser Zeit mehr Treffer erzielen. Doch es sind nicht nur die Zahlen, die Dölle auszeichnen, sondern auch ihre Konstanz und ihr Einsatzwillen, die sie zu einer festen Säule im Team machten.

Der Abschied von der Bühne ist für die 27-Jährige keine spontane Entscheidung. „Der Entschluss, dass die Saison 2025/26 meine letzte sein wird, stand bereits zu Beginn der Vorbereitung fest“, erklärte Dölle. Ein Meilenstein in ihrem Leben ist die Hochzeit mit Hamburg-Profi Dominik Axmann gewesen, die den Weg für eine berufliche Zukunft bei einer Reederei ebnen wird. Nach Abschluss ihres Masterstudiums eröffnen sich ihr nun neue Perspektiven, denen sie sich voll und ganz widmen möchte.

Die Wurzeln ihrer Handballkarriere reichen zurück zu TSV Burgdorf und TV Hannover-Badenstedt. Über einen Zwischenstopp bei Werder Bremen gelang ihr schließlich der Sprung in die Bundesliga-Mannschaft des BSV. Nun wendet sie sich einem neuen Lebensabschnitt zu, ohne die prägenden Jahre im Verein zu vergessen. „Der BSV war über viele Jahre ein zentraler Teil meines Lebens und hat meine sportliche und persönliche Entwicklung maßgeblich geprägt“, so Dölle.

Peter Prior, BSV-Manager, drückte seine Dankbarkeit und Bedauern über Dölles Abgang aus: „Isi Dölle hinterlässt im BSV eine große Lücke, sie war über viele Jahre eine feste Größe in unserem Team. Wir hätten sie sehr gerne noch weiterhin in unserem Team gesehen. Aber wir respektieren natürlich ihre Entscheidung für ein anderes Leben nach dem Handball.“ Die Freundschaften, die Dölle im deutschen Handball geknüpft hat, gehen weit über den Sport hinaus – eine Bereicherung, die sie in ihrer neuen beruflichen Zukunft mitnehmen wird.

Die Fans des Buxtehuder SV werden „Isi“ Dölle vermissen, ihre Leidenschaft und ihr Engagement auf dem Feld. Ein großes Dankeschön gilt ihren Eltern, die sie stets unterstützt haben und ihren Weg im Handball ermöglichten. Mit 658 Toren in der Bundesliga hinterlässt sie eine beeindruckende Spur, die in die Vereinsgeschichte des BSV eingehen wird.