Aarau verpasst sprungwurt: schiedsrichter-fauxpas kostet wichtigen sieg!

Der FC aarau muss sich bitter geschlagen geben: Ein strittiger Elfmeter in der Schlussphase gegen Étoile Carouge hat dem Aufstiegsanwärter nicht nur die Punkte gekostet, sondern auch die klare Führung im Aufstiegsrennen gefährdet. Der Schweizerische Fussballverband (SFV) hat den Pfiff nachträglich als Fehlentscheidung gewertet – ein schwacher Trost für die Aargauer.

Die umstrittene szene im detail

Die Entscheidung fiel am Dienstagabend im Brügglifeld, als Carouges Stürmer Itaitinga im Strafraum zu Boden ging. Der Schiedsrichter Alessandro Dudic zeigte ohne zu zögern auf den Elfmeterpunkt, obwohl die Zuschauer und nun auch der SFV einwenden, dass Aaraus David Acquah den Ball regelkonform gespielt hat. Ein VAR, der die Situation hätte überprüfen können, existiert in der Challenge League nicht, was die Situation für aarau umso unerträglicher macht.

Der resultierende Elfmeter, den Itaitinga selbst cool verwandelte, brachte Carouge in Führung und besiegelte letztendlich die 1:3-Niederlage für aarau. Captain Marco Thaler ließ seiner Frustration freien Lauf: „Das war ein erfundener Penalty und eine katastrophale Schiedsrichterleistung. Es gibt keine zwei Meinungen dazu, es war kein Elfmeter.“ Trainer Brunello Iacopetta stimmte zu: „Ich verstehe diesen Pfiff überhaupt nicht. Der Schiedsrichter entscheidet das Match in einer entscheidenden Phase.“

Es ist ironisch, denn kurz zuvor hatte Daniel Afriyie mit seinem Ausgleichstreffer aarau zurück ins Spiel gebracht, doch der vergebene Elfmeter zunichte machte all die Bemühungen. Die Szene zeigt einmal mehr, wie fragil der Fussball sein kann und wie eine Fehlentscheidung den Spielverlauf dramatisch verändern kann.

Konsequenzen für den aufstiegskampf

Konsequenzen für den aufstiegskampf

Während aarau durch die Niederlage nun stagnieren muss, konnte Aufstiegskonkurrent Vaduz gegen Bellinzona einen wichtigen 3:2-Sieg feiern und den Vorsprung auf drei Punkte ausbauen. Die Situation für den FCA wird dadurch deutlich schwieriger. Schiri-Experte Urs Meier sprach von einer „wunderbaren Abwehraktion von Acquah“ und kritisierte den Pfiff scharf. Der SFV bestätigte den Fehler und erklärte, dass der Verteidiger den Ball regelkonform gespielt habe.

Die Aargauer müssen sich nun fragen, wie sie den Rückschlag verkraften und den Anschluss an die Spitze nicht verlieren wollen. Die bittere Heimpleite ist ein deutliches Zeichen dafür, dass der Kampf um den Aufstieg in die Super League alles andere als ein Selbstläufer wird.