Barcelona-atleti: chaos vor dem clásico – rassismus-eklat überschattet duell
Barcelona – Ein eigentlich hochspannendes Champions-League-Viertelfinalhinspiel zwischen dem FC Barcelona und Atlético Madrid geriet vor dem Anpfiff in ein regelrechtes Chaos. Vandalismus, Pyrotechnik und ein erneuter Rassismus-Eklat trübten die Atmosphäre vor dem Duell zweier europäischer Schwergewichte.
Barça-fans attackieren atlético-bus
Schon auf der Anfahrt zum Camp Nou erlebte der Bus von Atlético Madrid einen erschreckenden Moment. Anhänger des FC Barcelona attackierten das Fahrzeug mit Gegenständen, wobei zwei Fensterscheiben zu Bruch gingen. Diese Attacke reiht sich in eine traurige Serie ein, denn bereits im März, beim Rückspiel des Copa del Rey-Halbfinals, wurde der Bus der Madrilenen auf ähnliche Weise beschädigt. Trainer Diego Simeone, sichtlich verärgert, äußerte sich nach dem Vorfall und überschritt dabei die Grenzen des reinen Fußballs. „Das ist das, was man in der Gesellschaft immer wieder sieht – wir können sie nicht ändern“, kommentierte der Argentinier bei Movistar+.

Ekstase und absperrzaun-drama
Im Gegensatz dazu wurde der eigene Mannschaftsbus des FC Barcelona von seinen Anhängern frenetisch gefeiert. Laute Gesänge und eine beeindruckende Pyrospektakel begleiteten den Einzug des Teams ins Stadion. Doch die Freude wurde kurzzeitig getrübt, als ein Absperrzaun unter der Last der jubelnden Fans nachgab. Glücklicherweise kam es zu keinen ernsthaften Verletzungen, obwohl einige Fans zu Boden stürzten.

Schande für atlético: muslime werden verspottet
Doch das schreckliche Schauspiel endete damit noch lange nicht. Einzelne Fans von Atlético sorgten für einen erneuten Rassismus-Eklat, der die Gesichter des Fußballs beschmutzt. Beschämende Gesänge wie „Wer nicht springt, ist ein Muslim“ wurden in der Umgebung des Teamhotels lautstark zum Besten gegeben. Diese Vorfälle sind kein Einzelfall und wiederholen sich in Spanien – bereits während der letzten Länderspielpause war ein ähnlicher Gesang beim Testspiel gegen Ägypten zu hören, begleitet vom Ausbuhen der Nationalhymne.

Yamals deutliche worte
Der junge Barca-Star Lamine Yamal äußerte sich empört über den Vorfall auf Instagram: „Als Muslim empfinde ich das als respektlos und unerträglich. Eine Religion als Spott zu benutzen, stellt euch als ignorante und rassistische Menschen dar. Fußball ist dazu da, ihn zu genießen und anzufeuern – nicht, um andere wegen dem, was sie sind oder woran sie glauben, zu beleidigen.“
Die Partie zwischen Barcelona und Atlético Madrid steht somit unter einem schlechten Stern. Ob die Teams trotz der chaotischen Umstände ein hochklassiges Spiel zeigen können, bleibt abzuwarten. Die Ereignisse vor dem Anpfiff zeigen jedoch einmal mehr, dass der Kampf gegen Rassismus und Gewalt im Fußball noch lange nicht gewonnen ist.
