4 Hundertstel fehlen der schweiz zum podest – fux verpasst bronze um einen atemzug

Die Schweiz kassiert beim Super-G der Junioren-WM Silber, hofft auf Nachschlag – und scheitert wieder an der berüchtigten Vierten-Wand. Giuliano Fux rast 0,04 Sekunden hinter Bronze ins Ziel, Sandro Manser kann nur mit den Schultern zucken.

Silber am vormittag, herzensbrecher am nachmittag

Sandro Mansers Silber im Super-G war ein halbes Happy-End nach zwei enttäuschenden vierten Plätzen der Schweizerinnen am Sonntag. Die 0,15 Sekunden Rückstand auf den US-Sieger lagen wie ein Stein im Magen – aber immerhin Edelmetall. Die Team-Kombi versprach mehr: Manser legt Fux mit 53 Hundertstel Vorsprung auf die US-Boys in den Schnee, die Fahrbahn ist schnell, die Nerven blank.

Doch schon nach der ersten Zwischenzeit ist der Puffer aufgebraucht. Fux kämpft sich ins Ziel, liegt zwischenzeitlich auf Bronze-Kurs, doch im letzten Hang zieht der Franzose Huot-Marchand noch einmal 18 km/h mehr aus dem Radius. Gold für Frankreich. Die USA behauptet Silber. Norwegen klaut Bronze – 0,04 Sekunden vor Manser/Fux. Ein Wimpernschlag, der in der Kabine wie ein Donnerschlag knallt.

Das déjà-vu der vierten plätze

Das déjà-vu der vierten plätze

Es ist das vierte Mal in dieser Woche, dass sich Schweizer Junioren knapp vor dem Podest die Nasen platt walzen. Sportchef Remo Fischer spricht von „Qualitätsarbeit“, doch die Truppe hört nur das Wort „fast“. Aymeric Hannart rettet mit Laufzeit Nummer drei des Tages wenigstens Rang zehn für das zweite Duo – ein Trostpflaster, das kaum rutscht.

Die nächste Chance kommt morgen im Slalom. Die Schweiz wird wieder jubeln – oder wieder vierter. Die Faszination des Sports bleibt unerbittlich: Entweder du bist auf dem Treppchen, oder du bist Luft.