3X3-eishockey: revolution im wintersport – olympia 2034 im visier?
Innsbruck bebt! Das neue Format 3x3-Eishockey hat seine Europapremiere gefeiert und verspricht, den Wintersport grundlegend zu verändern. Mit rasendem Tempo, spektakulären Regeln und einer gehörigen Portion Show ist die „Breaking the Ice Tour“ in der Olympiaworld angekommen – und das mit dem klaren Ziel, die Olympischen Winterspiele 2034 zu erobern.
Ein spiel mit neuen regeln – und viel tempo
Vergessen Sie lange Spielpausen und Strafzeiten. Das 3x3-Eishockey ist ein Hochgeschwindigkeits-Spektakel, das die Fans direkt mitreißt. Auf einer 40 mal 20 Meter großen Spielfläche messen sich drei gegen drei in zwei Halbzeiten zu je zwölf Minuten. Ein Tor zählt doppelt, Penaltyschüsse werden von Jägern verfolgt, und der Torhüter agiert nun aktiv im Spielaufbau – ein regelrechter Quantensprung im Vergleich zum traditionellen Eishockey.
Florian Mayer, für die IIHF zuständig für diese neue Sparte, sieht in dem Format eine große Chance: „Wir haben die Möglichkeit, das erste Kleinfeldformat im Wintersport zu sein. Für das IOC könnte es spannend sein, einen zweiten Eishockeysport mit kürzeren Spielen aufzunehmen.“ Die Regeln sind bewusst so gestaltet, dass sie für mehr Fluss und Unterhaltung sorgen. Statt Abseits gibt es „Rückzugslinien“, nach einem Foul gibt es einen Penaltyschuss mit voller Spielerpräsenz – ein wilder Mix aus Eishockey und Action-Sport.
Besonders auffällig: Der „Free Zone Award“ belohnt Treffer aus der eigenen Hälfte mit zwei Toren, während der „Fair Play Award“ einem Team einen Penaltyschuss nach Spielende schenkt, das ohne Fouls ausgekommen ist. Ein Anreiz für sportliches Verhalten, der im Eishockey nicht immer selbstverständlich ist.

Die tour macht die welt – und das eishockey – kleiner
Die „Breaking the Ice Tour“ setzt auf eine radikale Nähe zum Fan. „Wir bringen das Event zu den Menschen und nicht die Menschen zu dem Event“, betont Mayer. Die Spiele finden mitten in Innsbruck statt, im Stadtzentrum, was für eine einzigartige Atmosphäre sorgt. Nach dem Debüt in Innsbruck sind weitere Stationen geplant: Zürich, Helsinki, Turin, Budapest – und sogar Berlin sowie die Austragungsorte der nächsten Eishockey-Weltmeisterschaft, Düsseldorf und Mannheim.
Doch das ist erst der Anfang. Im nächsten Jahr soll die Tour auf Südamerika, Nordamerika und Asien ausgeweitet werden, um wirklich eine globale Tour zu starten. Das Ziel ist klar: Olympia 2034. Dafür werden auch Experimente mit synthetischem Eis unternommen, um das Spiel auch im Sommer ermöglichen zu können. Es geht darum, neue Märkte zu erschließen, neue Spieler zu begeistern und eine neue Generation von Eishockey-Fans zu gewinnen.
Vorbilder sind hier Basketball und Volleyball, die mit 3x3 und Beachvolleyball bereits erfolgreich in das olympische Programm aufgenommen wurden. Das 3x3-Eishockey will diesen Weg gehen – und die Welt mit einem neuen, rasanten Eishockey-Erlebnis begeistern.
Die Zukunft des Eishockeys wird in Innsbruck geschrieben. Und sie ist schneller, actionreicher und unterhaltsamer als je zuvor.
