19-Jähriger schweizer rast in parma an die spitze – yakin lässt schon mal die nächte durchzählen
Sascha Britschgi spielt nicht mit, er spielt durch. Nach 23 Pflichtspielen in der Serie A, 19 davon in der Startelf, ist der Rechtsverteidiger längst ke Geheimtipp mehr – er ist Parma’s Notlösung und Lebensversicherung in einem. Die Taktik ist simpel: Er rennt, er verteidigt, er tritt den Ball weg. Dabei vergisst er nicht, dass er erst seit 14 Monaten Profi ist.
Murat yakin bekommt keine ruhe mehr – und das ist gut so
Das Gespräch mit dem Schweizer Bundstrainer steht noch aus, doch dessen Assistent Davide Calla meldet sich regelmäßig. Die Botschaft: „Weitermachen, wir sehen dich.“ Für Britschgi heißt das: Trainingslager mit der U-21 abhaken, dann wieder Gas. Die WM 2026? Kein Hirngespinst mehr, sondern ein Kalenderdatum, das er sich rot im Kopf markiert hat.
Die Zahlen sprechen für sich: Kein Schweizer Feldspieler seines Alters bringt mehr Zweikampfquote (56 %) und Sprintdistanz (325 km) in Europas Top-5-Ligen aufs Feld. Parma liegt mit ihm in der Tabelle im sicheren Mittelfeld – ohne ihn wäre die Abwehrkette um 0,7 Gegentore pro Partie schlechter gestellt.

Parma hat ihn geschluckt – und spuckt ihn nicht mehr aus
Der Wechsel für 1,2 Millionen Euro galt als Schnäppchen, inzwischen ist er ein Raubzug. Britschgi schläft 300 Meter neben dem Trainingsgelände, isst Pasta im Klubrestaurant und lernt Italienisch per App in der Kabine. „Wenn du hier nicht aufwachsen willst, bist du falsch“, sagt er und meint damit die Fans, die mit 8.000 Leuten nach Catania reisten – für eine Pokalpartie.
Die Kulissen von Neapel, Mailand und Rom haben ihn gelehrt, dass Druck nichts mit Lärm, sondern mit Erwartung zu tun hat. Wer nach einem 0:1 in der 88. Minute noch mit offenem Mund steht, hat die Liga verstanden. Britschgi steht dann meist vorne am Eckpfahl – und schaltet zurück, um den Ausgleich zu verhindern.
Der Nationalteam-Tross schaut bereits zu jedem zweiten Spiel. Keine Show, keine PR, sondern simple Mathematik: Die rechte Seite der Schweiz ist seit Langem ein Bauloch. Britschgi bietet Lösung statt Verzweiflung. Und er bietet sie jetzt, nicht irgendwann.
Parma wird ihn nicht halten können, wenn der nächste Sommer kommt. Die Frage ist nur, ob die Nati wartet oder zuschlägt. Britschgi selbst trainiert dienstags doppelt, weil er Montags noch Videos schneidet – von sich selbst, von Gegnern, von Leuten, die es schafften. Die 23 Einsätze sind kein Zufall. Sie sind ein Anfang.