17-Jähriger kouamé rast in miami durch: nadal-rekord fällt
Moise Kouamé spielte sich in Miami in die Geschichtsbücher – und das mit 17 Jahren und drei Tagen. Der Franzose schlug Zach Svajda 5:7, 6:4, 6:4, wurde zum jüngsten Masters-1000-Sieger seit Rafael Nadal 2003 und lässt die Next-Gen-Debatte plötzlich alt aussehen.
Die zahlen, die dem tennis die sprache rauben
0:40 im dritten Satz. Zehn Breakbälle weggeputzt. 66 Plätze gutgemacht in der Live-Weltrangliste. Die Wildcard war eigentlich ein Geschenk fürs Publikum, wurde aber zur Kampfansage. Ljubičić hatte schon 2024 gemurmelt, der Junge schlage „zu hart“ fürs Training – nun zeigte sich, was dahintersteckt.
Hinter dem Court stand Richard Gasquet, frisch pensioniert, aber hellwach. Sein Schützling spielt mit demselben französischen Nonchalant, nur mit mehr TNT im Unterarm. Die Siegerpose nach dem Match verriet wenig Teenager-Angst, dafür viel Appetit: „Ich will nicht nur Top 400, ich will Top 100.“

Lehecka wartet – und der kreis schließt sich
Im Achtelfinale trifft Kouamé nun auf Jiří Lehecka, selbst ein ehemaliges Supertalent. Für den Franzosen ist es das erste Mal, dass er zwei Matches in Serie auf ATP-1000-Ebene bestreitet. Für alle anderen ist es ein Reality-Check: Die 2009er Jahrgänge sind längst nicht mehr nur Spielplatz-Kids.
Wenn er gewinnt, winken 180 Punkte und ein Fixplatz in der Qualifikation für Roland Garros. Verliert er, bleibt trotzdem die Botschaft: Die Uhr tickt schneller, als man denkt. Kouamé jagt nicht nur Bälle – er jagt Kalender.
