14 Skirennläuferinnen jagen in åre die letzten punkte vor lillehammer
Åre wird zum Schauplatz der Vorentscheidung. Noch vor dem Finale in Lillehammer schickt Swiss-Ski ein 14-köpfiges Frauen-Aufgebot in den schwedischen Zenit, wo am Wochenende Riesenslalom und Slalom die letzten Weltcup-Punkte versprechen. Die Favoritin heißt wie immer Mikaela Shiffrin, doch die Schweiz will nachsetzen.
Shiffrins vorsprung von 1,67 sekunden brennt noch
Die Erinnerung an Spindlermühle ist frisch. Dort, vor den Olympischen Spielen, ließ Shiffrin die Konkurrenz alt aussehen. Camille Rast wurde zweite, Wendy Holdener Fünfte – ein Ergebnis, das in Åre Revanche nährt. Der Riesenslalom am Samstag startet um 09.30 Uhr, der Slalom am Sonntag um dieselbe Zeit. Dazwischen liegt nur eine Nacht, dazwischen liegen aber auch die Medaillen der Junioren-WM.
Denn parallel zu den Weltcup-Rennen kämpfen Sue Piller und Dania Allenbach in Lake Placid um Edelmetall. Beide haben Doppelbelastung akzeptiert: Samstag Weltcup, Sonntag Slalom der Junioren. Swiss-Ski nennt das „Entwicklung auf höchstem Niveau“, die Athletinnen nennen es „Wochenende ohne Netz“.

14 Namen, eine mission
Für den Riesenslalom nominiert: Camille Rast, Wendy Holdener, Vanessa Kasper, Sue Piller, Dania Allenbach, Selina Egloff, Stefanie Grob, Simone Wild, Janine Mächler. Für den Slalom zusätzlich: Mélanie Meillard, Eliane Christen, Aline Höpli, Nicole Good, Aline Danioth. Das Durchschnittsalter liegt bei 23,4 Jahren – das jüngste Aufgebot seit fünf Jahren.
Die Punktejagd ist offen. Im Gesamtweltcup führt Shiffrin mit 1.380 Punkten, Holdener ist mit 486 Zählern beste Schweizerin auf Rang fünf. Rast folgt auf Platz sieben. Die Preisgelder dieser Saison lassen die Konten schon jetzt klingeln: Alleine die Führenden kassierten über 450.000 Schweizer Franken. Wer in Åre zulegt, sichert sich nicht nur Podestplätze, sondern auch Startrecht für Lillehammer.
Nach dem Rennen in Schweden geht es direkt nach Norwegen. Dort, in der ehemaligen Olympiabahn von 1994, fallen die letzten Entscheidungen. Wer dann noch auf Skiern steht, hat die Saison überlebt. Wer nicht, kann froh sein, dass der Schnee bald schmilzt.
