100. Tor fliegt vor achtelfinale: gakpos präzision schreibt wm-geschichte
Nach nur 33 Spielen knackte die WM im Großraum Nordamerika die 100-Tore-Marke – so schnell war das seit 66 Jahren nicht mehr. Das Tor, das diese magische Grenze fiel, war kein Zufallsprodukt: Cody Gakpo jagte den Ball aus 17 Metern in den Winkel, schickte Schweden Richtung Aus und zeigte, warum Jürgen Klopp ihn täglich in den Händen hält.
Curaçao schlägt ein: 156.000 sehalten den atem an
Kleiner als die Isle of Man, aber mit riesigem Herz: Curaçao holte beim 1:1 gegen Ecuador den ersten Punkt einer Nation ab Rang 82. Auf der Tribüne: König Willem-Alexander und Königin Máxima. Die Karibikinsel wurde schlagartig zum Liebling der Neutralen und trifft nun auf die Elfenbeinküste – noch ein Punkt, und das Märchen lebt weiter.
Die Niederlande dagegen fegten Schweden mit 5:1 beiseite. Memphis Depay zeigte, dass seine Formkurve steil nach oben zeigt. Japan demontierte Tunesien 4:0, die Atlas-Löwen kassierten damit die dritte Pleite und fliegen früher als gedacht heim.

Deutschland dreht auf: 3,69 millionen sehen das remontada
Im Torontoer BMO-Field lag die DFB-Elf nach 21 Minuten zurück, doch Deniz Undav drehte das Spiel mit einem Doppelpack. 3,69 Millionen Zuschauer verfolgten die Partie live im Ersten – 30,3 % Marktanteil. Das Team von Julian Nagelsmann steht damit bereits im Achtelfinale, genau wie Gastgeber USA und Mexiko.
Haiti, Tunesien und die Türkei sind dagegen schon Geschichte. Die Gruppenphase wird zur Geduldsprobe für Fans und Logistik.

Irans coach poltert: »wir wurden behandelt wie außerirdische«
In Los Angeles bereitet sich Iran auf Belgien vor, doch die Vorbereitung gleicht einer Odyssee. Amir Ghalenoei schäumt: »Statt 24 Stunden Aufenthalt gab es nur 16, das Training mussten wir halbieren.« Die FIFA habe vergeblich versucht, die US-Behörden umzustimmen. Keine Reaktion der Kollegen? Ghalenoei wettert: »Hätte ich gesehen, wie eine andere Nation so behandelt wird, hätte ich laut protestiert.«

Blitze, schaum und ein verstecktes logo
Miami litt unter einem elektrischen Sturm – Journalisten mussten eine Stunde im Stadion ausharren, weil Blitze nur zwei Meilen entfernt einschlugen. Dazwischen: die Gillette-Farce. Nachdem die FIFA das Rasierer-Logo als unerlaubte Werbung verbot, tünchte das Unternehmen das Branding einfach mit einer Schicht Rasierschaum zu. Selbst die blauen Klebestreifen auf den Sitzen wirkten wie ein surreales Kunstprojekt.
Heute stehen vier Spiele an – Spanien trifft in Atlanta auf Saudi-Arabien, Belgien fordert den Iran heraus, Uruguay fordert in Miami Kap Verde heraus und Neuseeland misst sich mit Ägypten in Vancouver. Die Temperaturen in Florida bleiben kritisch, die Uhr tickt – und die WM schreibt weiterhin jeden Tag neue Kapitel.
