Späte tore, kuriose rekorde: die bundesliga-saison in den schlagzeilen!
Die Bundesliga-Saison 2026/27 geht in die Geschichte ein – und zwar nicht nur wegen der Spannung auf den ersten drei Platzierungen. Es waren vor allem die individuellen Geschichten, die späten Tore und überraschenden Rekorde, die die Fans in ihren Bann zogen. Ein Rückblick auf die Momente, die diese Saison so besonders gemacht haben.
Die abwehrfelsen der liga: mainka und co.
Während viele Spieler auf ihren Stammplatz kämpfen, gab es mindestens einen, der es geschafft hat: Patrick Mainka vom 1. FC Heidenheim. Der Innenverteidiger erlebte eine Saison für die Geschichtsbücher – und zwar eine, die man sich wohl eher wünschen würde, als sie zu erleben. Er stand in allen 34 Spielen der Bundesliga-Saison auf dem Platz, spielte 3.066 Minuten und verpasste damit einen neuen Rekord. Mainka ist damit der erste Spieler seit der Gründung der Bundesliga, der eine komplette Saison ohne Auswechslung überstehen konnte. Ein bemerkenswertes Zeichen von Konstanz und Fitness.
Doch nicht nur Mainka überzeugte in der Abwehr. Jeanuël Belocian vom VfL Wolfsburg sorgte mit einer unorthodoxen Methode für Aufsehen: Er schuf in der 36. Minute der Bundesliga-Partie zwischen dem VfL Wolfsburg und dem FC Bayern München einen kleinen Krater am Elfmeterpunkt, der Harry Kane beim Elfmeter zum Stolpern brachte. Ein cleverer Schachzug, der dem VfL einen wichtigen Punkt sicherte.
Dominik Kohr vom 1. FSV Mainz 05 hingegen sorgte regelmäßig für Gesprächsstoff – und das nicht nur durch seine Leistungen auf dem Platz. Mit neun roten Karten in seiner Bundesliga-Karriere ist er einer der diszipliniertesten Spieler der Liga. Ein „Hard-Kohr“, wie ihn die Fans liebevoll nennen.

Offensiv-glanz und überraschende helden
Im Angriff brillierten Spieler wie Ragnar Ache vom 1. FC Köln. Sein Fallrückzieher gegen die TSG Hoffenheim war nicht nur ein Tor, sondern ein Kunstwerk – und wurde mit der Torschützenkönig-Medaille des Monats Februar belohnt. Ein Moment, der die Fußballwelt in Staunen versetzte.
Michael Gregoritsch, ebenfalls vom 1. FC Köln, bewies Fairness, als er nach einem Zweikampf Schiedsrichter Deniz Aytekin gestand, dass kein Foul vorlag. Ein seltener Moment der Ehrlichkeit, der von Aytekin gelobt wurde. „Ganz viele Leute sagen ja, im Fußball gebe es keinen Respekt, und keine Fairness. Was er da gemacht, war ganz großes Kino, ein Musterbeispiel für gegenseitige Wertschätzung.“
Auch Kevin Kaminski vom 1. FC Köln schrieb Geschichte, als er in der 14. Minute der Nachspielzeit das späteste Tor der Bundesliga-Geschichte erzielte. Ein Moment, der die Fans in Ekstase versetzte und den FC am Leben hielt.

Die menschliche seite des fußballs
Neben den sportlichen Höhepunkten gab es auch Momente, die die menschliche Seite des Fußballs zeigten. Kevin Kampl vom RB Leipzig musste seine Karriere vorzeitig beenden, nachdem sein Bruder gestorben war. Ein schmerzhafter Abschied, der die Fans berührte und zeigte, dass hinter den Stars auch nur Menschen stecken.
Jackson Irvine vom FC St. Pauli geriet in die Kritik, nachdem er ein T-Shirt mit einem umstrittenen politischen Bezug trug. Ein Fall, der die Debatte über die Grenzen der Meinungsfreiheit im Sport neu entfachte.
Die Bundesliga-Saison 2026/27 war somit eine Saison voller Emotionen, Überraschungen und unvergesslicher Momente. Eine Saison, die den Fußball in all seinen Facetten zeigte – und die Fans noch lange in Erinnerung behalten werden.
