Celtic-fans stürmen platz – schlägertrupp attackiert hearts-spieler!
Glasgow – Eskalation im schottischen Fußball: Nach dem dramatischen Meistertitelgewinn von Celtic Glasgow kam es zu einem Platzsturm, der in brutaler Gewalt gegen die Spieler von Heart of Midlothian gipfelte. Berichte über körperliche Übergriffe und verbale Attacken beunruhigen die schottische Fußballszene bis ins Mark.
Chaos nach dem schlusspfiff: spieler fliehen vor gewalt
Die Entscheidung fiel in der Nachspielzeit: Callum Osmand traf zum 3:1 für Celtic, was den Titelgewinn besiegelte. In der folgenden Euphorie stürmten Celtic-Fans den Rasen und gerieten in blutige Auseinandersetzungen mit den Heart of Midlothian-Spielern und dem Betreuungspersonal. Der deutsche Torwart Alexander Schwolow und seine Teamkollegen verließen den Celtic Park nahezu panisch, während Teammanager Derek McInnes auf eine Pressekonferenz verzichtete.
„Die Berichte über schwere körperliche und verbale Übergriffe sind zutiefst besorgniserregend“, teilte Heart of Midlothian in einer scharfen Erklärung mit. „Wir werden uns zum jetzigen Zeitpunkt nicht weiter äußern, außer dass es völlig inakzeptabel ist, dass unsere Spieler und Mitarbeiter dieser Situation ausgesetzt wurden.“ Die Atmosphäre im Stadion soll bedrohlich und einschüchternd gewesen sein, was dem Verein keine andere Wahl ließ, als den Celtic Park zu verlassen.

Rekordmeister celtic setzt sich knapp durch – dramatische szenen am ende
Celtic krönte sich vor 20.000 Zuschauern zum 56. schottischen Meister, wobei die Mannschaft von Martin O’Neill Heart of Midlothian im direkten Duell knapp die Oberhand behielt. Zuvor hatte Lawrence Shakland die Hearts in Führung gebracht (43.), doch Arne Engels gelang der Ausgleich per Elfmeter (45.+4). Die späten Treffer von Daizen Maeda (87.) und Callum Osmand (90.+8) sicherten Celtic den Titel vor dem Lokalrivalen Rangers (55).
Ein Blick zurück: Heart of Midlothian verpasste bereits 1965 und 1986 am letzten Spieltag den Titel. Der letzte schottische Meister, der nicht Celtic oder Rangers hieß, war der FC Aberdeen 1985 unter Sir Alex Ferguson. Die Ereignisse in Glasgow werfen nun ein dunkles Licht auf den schottischen Fußball und stellen die Sicherheitsvorkehrungen in Frage.
Die UEFA wird die Vorfälle mit Sicherheit untersuchen, und es ist zu erwarten, dass Celtic mit harten Strafen rechnen muss. Die Bilder von den gewalttätigen Szenen werden lange nachwirken und die Debatte über die Sicherheit im Fußball neu entfachen. Es bleibt zu hoffen, dass solche Ereignisse nicht wieder vorkommen und der Fokus wieder auf das Sportliche gelegt werden kann.
