Spaniens u17 zerlegt estlands beton: 4:1-kantersieg startet em mit donnerschlag
38 Schüsse, 70 Prozent Ballbesitz, ein Penalty und ein Traumtor aus 25 Metern – die spanische U17 hat Estland in der Eröffnung der U17-Europameisterschaft regelrecht weggeblasen. Das 4:1 in Tallinn war keine Demo, es war eine Ansage an den Rest des Kontinents.
Sergio garcías jungs spielten sich in einen rausch
Schon nach Viertelstunde zog Mikel Urrestarazu mit links aus der Distanz ab, der Ball rutschte durch den Rasen und senkte sich unhaltbar ins lange Eck. Estlands Keeper Ollin war noch in Bewegung, als Sergi Mayans vom FC Barcelona den nächsten Streich landete: sein Schlenzer aus 20 Metern touchierte einen Abwehrspieler, änderte die Flugbahn und kullerte zur 2:0-Führung ins Netz. Fünf Minuten vor der Pause schlüpfte Kapitän Enzo Alves durch die letzte Kette, lupfte gekonnt über den herauseilenden Schlussmann – 3:0, Spiel gelaufen? Noch nicht.
Estlands erste echte Aktion brachte den Anschlusstreffer: ein langer Ball, ein Kontrollverlust im Sechzehner, Neltsas schob cool zum 1:3 ein. Es war der einzige Torschuss der Esten in Durchgang eins, und er war gleich drin. Spanien antwortete mit Wut im Bauch: Christian Imga traf den Pfosten, dann foule ein Estländer Tunkara – Elfmeter. Tunkara ließ sich nicht zweimal bitten, schickte Ollin in die falsche Ecke, 4:1. Die Partie war damit endgültig entschieden, auch wenn die Rojita danach noch drei Mal Aluminium und zwei Glanzparaden des Keepers produzierte.

Ballbesitz-fußball mit zahnradübersetzung
Was auffiel: Das Team von Sergio García kombiniert nicht nur, es presst sofort nach Ballverlust. Estland kam selbst nach langen Bällen kaum zu zweiten Aktionen, weil sofort zwei Rote den Gegner einzäunten. Die 38:4-Schussstatistik ist deshalb keine kosmetische Zahl, sie spiegelt die pure Feldüberlegenheit wider. Rubén Gómez lieferte sich sogar eine Solo-Show à la Maradona, schlangelte sich durch drei Gegner, scheiterte erst am Pfosten. „Wir wollten die Anstoßphase nutzen, um den Gegner mental zu brechen“, sagte García im Anschluss – mehr Zielstrebigkeit geht nicht.
Am Donnerstag wartet Belgien, das Kroatien ebenfalls mit 2:0 beiseite fegte. Ein Sieg würde Spanien vorzeitig in die Semis katapultieren und den Traum vom zweiten U17-Titel seit 2017 ein Stück näher rücken. Die Taktik steht: früh stören, schnell umschalten, Chancen wuchten. Estland hat den Warnschuss verpasst – der Rest Europas ist jetzt gewarnt.
