Spanien zockt gegen ägypten – letzter stichtag für den wm-kader
Mitternacht im RCDE-Stadion, kurz vor dem Sommermärchen: Spanien trifft auf Ägypten, und für einige Spieler tickt die Uhr. Dieser Dienstag, 31. März, 21.00 Uhr, ist die letzte Schaltstelle, bevor Luis de la Fuente seine endgültige WM-Liste verschickt. Wer heute glänzt, fliegt nach Mexiko. Wer verraucht, fliegt raus.
Das duell mit der uhr
Die Fakten sind hart. Nach dem 3:0 gegen Serbien (Doppelpack Oyarzabal, Debüt-Tor Muñoz) bleiben nur noch zwei Testspiele – Juni, Puebla, Peru. Dann ist alles besetzt. Die verbleibenden Plätze sind heute in Cornellà de Llobregat zu vergeben. De la Fuente will keine Überraschung mehr, er will Gewissheit.
Martín Zubimendi schaut zu. Der Arsenal-Zentralspieler meldete sich Sonntag mit Knieproblemen ab – keine Startelf gegen Serbien, keine Option gegen Ägypten. Ein kleines Drama, denn die Konkurrenz im defensiven Mittelfeld ist ein Boxkampf mit sieben Kandidaten.

Ägypten will mitspielen – und nicht nur mitspielen
Die Gäste sind kein Statist. Mit Salah, Marmoush und Elneny bringen sie drei Europaleague-Topscorer mit. In Jeddah schossen sie Saudi-Arabien 4:0 ab. Trainer Rui Vitória hat Spanien auf dem Zettel: „Wir wollen Belgien, Iran und Neuseeland im WM-Pool ärgern. Heute ist Generalprobe.“
Die spanische Innenverteidigung steht unter Verdacht. Nach 180 Minuten ohne Gegentor in der Nations-League-Playoff-Serie kassierte sie gegen Serbien drei Großchancen in der ersten Viertelstunde. Ein einziger Fehler heute, und die Twitter-Timeline explodiert.

Wer überträgt, wer kommentiert
La 1 und RTVE Play liefern das Bild, Radio Marca das Ohr. Wer kein Abo hat, kann ab 19.00 Uhr die Aufstellungskarten auf Marca.com verfolgen – inklusive Heatmap-Prognose, wer in der 80. Minute noch sprintet. Die Pressekonferenz danach wird in vier Sprachen simultangeführt. Spanien übt schon einmal Multikulti für das Turnier.
Die Uhr schlägt 21.00, der Rasen glüht. Für einige ist es der letzte Tanz, für andere der erste Beweis. In 90 Minuten entscheidet sich, wer im Sommer die Welt verändert – und wer nur die Koffer packt.
