Spanien zerquetscht serbien mit 3:0 – oyarzabal zeigt 76 tage vor der wm, warum er der gefährlichste ist
Spanien schickt eine Warnung an alle WM-Gegner: 76 Tage vor dem Turnierstart in den USA, Mexiko und Kanada spielt La Roja schon jetzt mit Feuer, das andere noch mühsam suchen. Gegen Serbien reichten 90 Minuten, um dem Weltfußball die Zahlen 3:0 und die Namen Mikel Oyarzabal und Victor Munoz einzubläuen.
Die Ziffern täuschen nicht. Sie zeigen, wie kaltblütig der Europameister agiert, wenn der Gegner nur halb dabei ist. Serbien, nicht einmal für die Endrunde qualifiziert, kam wie ein Sparringspartner daher, der seinen Schützling nur kurz auf Trab halten soll. Es wurde eine Lektion.
Oyarzabal liefert die kunstwerke früh ab
Der erste Treffer fällt nach 16 Minuten. Oyarzabal nimmt einen diagonalen Ball aus dem Halbraum, legt sich die Kugel mit der Innenseite auf rechts und netzt aus 14 Metern flach ins lange Eck. Kein Keeper der Welt hätte diesen Schuss noch gekratzt. Der zweite kommt kurz vor der Pause. Diesmal läuft er sich zwischen die Innenverteidiger, nimmt ein Zuspiel mit der Brust mit und donnert die Kugel per Volley unter die Latte. Die Serben schauen sich an wie Schüler, die merken, dass die Klausur schwerer wird als gedacht.
Die zweite Hälfte gehört Victor Munoz. Der eingewechselte Mittelfeldspieler jagt einen abgewehrten Ball aus 18 Metern mit links ins Netz. Es ist das 3:0, aber auch die Zäsur: Danach wechseln beide Teams wie auf einem Basar, und der Spielfluss bricht zusammen. Wer jetzt noch Statistiken sucht, findet nur noch Zahlen ohne Geschmack.
Ballbesitz? 72 Prozent für Spanien. Torschüsse? 17:4. Großchancen? 6:0. Die Botschaft ist klar: Spanien spielt nicht nur besser, sie spielt bereits in einem anderen Film. Serbien bleibt außen vor, und das nicht nur auf dem Platz.

Argentinien wäre härter gewesen – das feuer kommt später
Eigentlich sollte das Duell gegen Serbien nur die Aufwärmrunde sein. Geplant war das „Finalissima“-Duell gegen Argentinien, den Südamerika-Champion, am Freitag in Katar. Doch der Krieg im Nahen Osten verhinderte das Spektakel. Statt Messi und Co. bekam Spanien eben Serbien – und nutzte die Gelegenheit, um Form und Frische zu testen. Die Frage ist nicht, ob sie bereit sind, sondern wie viel Luft nach oben bleibt, wenn der Gegner endlich zurückschlägt.
Trainer Luis de la Fuente muss sich keine Sorgen machen. Seine Rotation funktionierte, seine Stammkräfte lieferten, seine Joker machten das Ergebnis klar. Die einzige Sorge: dass der Rhythmus durch zu viele Wechsel bröckelt. Aber das ist Luxus, solange die Tore fallen.
76 Tage sind noch Zeit. Spanien hat bereits gezeigt, dass es bereit ist. Die anderen müssen jetzt rennen – oder werden abgehängt.
