Spanien unter druck: patzer gegen kap verde fordert schadensbegrenzung
Atlanta – Der Europameister patzte! Spanien, gebrandmarkt vom überraschenden 0:0 gegen Kap Verde, muss sich nun schleunigst wieder fangen, um seine WM-Träume am Leben zu erhalten. Die Stimmung im spanischen Lager ist gedrückt, doch die Spieler und der Trainer versuchen, Ruhe zu bewahren.
Die enttäuschung lastet schwer auf dem team
Mikel Merino, Mittelfeldspieler der spanischen Nationalmannschaft, sprach nach dem Spiel von einer „Enttäuschung, die sich oft so anfühlt wie eine Niederlage“. Doch er betonte auch, dass man sich davon nicht entmutigen lassen dürfe. „Niemand ist gestorben“, so Merino, „es ist keine Trauer im wörtlichen Sinne. Aber Niederlagen können sich oft so anfühlen. Wenn wir so ehrgeizig sind, immer gewinnen und unser Bestes geben wollen und es uns dann nicht gelingt.“ Diese Worte spiegeln die Frustration wider, die im Team nach dem verpassten Sieg gegen den WM-Neuling herrscht.
Die Bilanz Spaniens bei WM-Turnieren seit dem Triumph von 2010 ist enttäuschend. Nur drei von zwölf Spielen konnten gewonnen werden – ein erschreckender Wert für eine Mannschaft mit dem Anspruch, zu den Favoriten zu gehören. Luis de la Fuente, der spanische Nationaltrainer, versuchte, die Situation herunterzuspielen. „Wir sind völlig ruhig und überzeugt, dass wir noch einen langen Weg vor uns haben. Unserer Ansicht nach stehen noch sieben Spiele aus.“ Seine Worte klingen zwar beruhigend, doch die kommenden Aufgaben gegen Saudi-Arabien und Uruguay werden richtungsweisend sein.

Kap verde feiert einen historischen erfolg
Für Kap Verde, die kleinste Nation bei dieser WM (500.000 Einwohner), ist der Punktgewinn gegen Spanien ein historischer Erfolg. Der Auftritt der Mannschaft aus der Karibik hat weltweit für Aufsehen gesorgt. Sie bewiesen, dass man mit Leidenschaft, Kampfgeist und taktischer Disziplin auch vermeintlich größere Fußballnationen ärgern kann.
Die Ausgangslage in Gruppe H ist nach dem ersten Spieltag völlig offen. Sowohl Uruguay als auch Saudi-Arabien trennten sich ebenfalls unentschieden. Das bedeutet, dass alle vier Teams mit jeweils einem Punkt auf dem Konto stehen. Der Kampf um die beiden Tickets für die nächste Runde verspricht Spannung und Dramatik. Am Sonntag trifft Spanien auf Saudi-Arabien, bevor es im letzten Gruppenspiel gegen Uruguay geht. Die nächsten Tage werden zeigen, ob die Spanier ihre Nerven behalten und ihre WM-Träume doch noch wahr werden lassen können. Die Zeit drängt, denn die Konkurrenz schläft nicht.
