Spanien schießt sich mit 3:1 gegen england in den em-griff – ciria und cubo drehen auf
Der Wind heulte, die Stimme von Ben Futcher klang schon nach zehn Minuten heiser – und Spanien lachte. Die U-18 um David Tenorio schlug England 3:1, buchte Platz eins in Gruppe B und stampfte mit zwei Spielen, sechs Punkten und 7:1 Toren schon mal den Flur Richtung U-19-EM 2027.
Vier minuten vor der pause war england schon halb geschlagen
Manuel Ángel Castillo riss das Leder aus 18 Metern ins rechte Eck – 0:1. Miguel Cubo legte nach, als er nach Ciria-Zuspiel eiskalt vollstreckte. Die Engländer hatten bis dahin nur Ecken, Emotionen und einen irritierten Blick Richtung Bank. Dann kam Ezenwata vom Punkt heran, doch selbst der Anschlusstreffer klang wie ein Stolpern.
Die zweite Hälfte wurde ein Fitness-Test gegen den Kotoriba-Wind. Ball flog zurück, Pässe flogen zu lang. Die Three Lions preschten, aber Spanien hatte Alexis Ciria. In der 81. Minute sprintete er sich frei, nutzte Hardys Stolpern und schob lässig ins leere Tor – 1:3, Entscheidung.

Tenorio rotiert, die maschine läuft
Nach dem 4:0 gegen Kroatien wechselte der Coach zwei Positionen: Lezcano links, Castillo rechts – und wieder traf ein Debütant. Spanien tritt jetzt am Dienstag gegen Bulgarien an; ein Punkt genügt, die EM-Tickets sind so gut wie gelocht.
Die Statistik spricht Bände: Seit September zwölf Pflichtspiele, elf Siege, ein Remis, 36:6 Tore. England dagegen steht vor dem Rechenspiel: Nur ein Dreifach-Six-Points-Wunder plus Drei-Tore-Sieg der Kroaten gegen Spanien würde noch reichen. Realistisch? Eher ein Witz.
Am Ende standen die jungen Rojas mit erhobenem Arm da, während hinter ihnen der Wind pfeifend durchs leere Stadion zog. Nächster Halt: Europameisterschaft. Und keiner in Kotoriba zweifelt daran, dass Spanien den Zug bereits bestiegen hat.
