Spanien: hymnen-pfiffe überschatten copa del rey-finale
Ein Fußballfest in Sevilla wurde am Samstag durch eine unsägliche Szene getrübt: Während der Copa del Rey-Finales wurden erneut Pfiffe beim spanischen Nationalhymne gehört. Ein trauriger Beweis dafür, dass politische Strömungen immer wieder in den Sport eindringen und dessen Atmosphäre vergiften.

Gesetzliche konsequenzen für respektlose äußerungen
Die Gesetzeslage in Spanien ist hier eindeutig: Bereits 1981 wurde in §39 des Gesetzes vom 28. Oktober festgelegt, dass die Missachtung nationaler Symbole und Institutionen geahndet wird. Das Strafgesetzbuch folgt mit Artikel 543 der Ley Orgánica 10/1995, der offensichtliche Beleidigungen oder Verunglimpfungen von Spanien, seinen Regionen oder dessen Symbolen mit Geldstrafen zwischen sieben und zwölf Monaten ahndet. Die Ley de Seguridad Ciudadana sieht sogar administrative Strafen in Höhe von bis zu 30.000 Euro für schwere Verstöße vor.
Es bleibt abzuwarten, ob diese Gesetze diesmal tatsächlich zur Anwendung kommen. Die Ermittlungen erfordern die Einbeziehung der Vereine, eine formelle Strafanzeige und die Prüfung durch die Comisión Antiviolencia. La Liga und das CSD erinnern jedoch eindringlich daran, dass die Veranstalter der sportlichen Wettkämpfe die Verantwortung tragen, diese vor politisch motivierten Störungen zu schützen.
Tebas' scharfe Kritik:
