Spanien: fußballerstreit eskaliert – liga droht juristischer auseinandersetzung

Ein heftiger Streit um die Vertretung der Fußballprofis in Spanien droht, in einem gerichtlichen Verfahren zu enden. Der spanische Fußballerverband (AFE) hat eine Mediationsantrag bei Gericht eingereicht, nachdem die Liga sich weigert, eine gemeinsame Verhandlungskommission für die erste und zweite Liga zu bilden – ein Schritt, der die Verhandlungen um den neuen kollektiven Arbeitsvertrag gefährdet.

Die kernfrage: wer spricht für die spieler?

Die kernfrage: wer spricht für die spieler?

Im Zentrum des Konflikts steht die Frage, welcher Verband die Spieler repräsentieren darf. Während die Liga die Beteiligung von Futbolistas ON an den Verhandlungen ablehnt, besteht dieser Verband, unter der Leitung von David Aganzo, darauf, legitimiert zu sein. Die AFE argumentiert, dass sie durch die Ergebnisse der Spielerabstimmungen in den 42 Umkleidekabinen der ersten und zweiten Liga eindeutig den Zuschlag erhalten hat. 856 von 919 Stimmen – das entspricht einem beeindruckenden Ergebnis von 90 Prozent – sprachen für die AFE.

Die Liga hingegen beruft sich auf eine Entscheidung des Nationalen Gerichtshofs aus dem Jahr 2019, die eine Mindestanzahl von 5 Prozent der Stimmen für die Teilnahme an Verhandlungen forderte. Diese Regelung wurde jedoch durch das Sportgesetz von 2022 geändert, das nun einen Schwellenwert von 10 Prozent vorsieht – eine Hürde, die Futbolistas ON verfehlte. Es ist ein Katz-und-Maus-Spiel, bei dem beide Seiten an ihren Positionen festhalten und die Spieler in der Mitte stehen.

Die AFE verweist darauf, dass Futbolistas ON nach den Abstimmungen keine Einwände erhoben hat und betont, dass die hohe Wahrscheinlichkeit eine alleinige Verhandlungsmöglichkeit eröffnet. Die Liga hingegen versucht, einen Kompromiss zu finden und schlägt vor, Futbolistas ON in die Verhandlungen einzubeziehen, jedoch ohne Stimmrecht. Ein Ansatz, den die AFE als Versuch abweist, die Liga selbst in die Verhandlungen einzubringen.

Die Diskrepanz in der Wahrnehmung ist offensichtlich: Die Liga spricht von „unparteiischen Vorschlägen, um eine Entspannung zwischen den Verbänden zu erreichen“, während die AFE von einer Weigerung spricht, die Gesetzeslage zu respektieren. Die Situation spitzt sich zu und die Spieler könnten letztendlich die Leidtragenden einer juristischen Auseinandersetzung werden.