Spanien demoliert finnland: ein signal an die welt?
Nokia – Die AGCO Power Arena erlebte am heutigen Sonntag eine Handball-Demonstration der Extraklasse. Spanien ließ jegliche Zweifel an seiner Weltspitze zerstreuen und fertigte Finnland mit einem vernichtenden 29:12 ab. Nach einem zunächst müden Auftritt der Iberer in der Vorwoche deutet diese Leistung nun auf eine ernstzunehmende Ambition im Hinblick auf die anstehenden Titelkämpfe hin.
Ein auftakt, der täuschte: die pelkum-formel greift
Wer die spanische Auswahl im ersten Vergleich gegen Finnland beobachtet hat, könnte sich fragen, wie dieses Spiel zustande gekommen ist. Doch diese Freundschaftsspiele kennen wir: Einmal schwach, dann eine Machtdemonstration. Ähnlich erging es dem deutschen Team vor dem Turnier in Usbekistan, als eine vermeintliche Niederlage in einen fulminanten Sieg mündete. Spanien scheint diese sogenannte 'Pelkum-Formel' zu beherrschen: Aus Fehlern lernt man, und die Leistung wird in der nächsten Begegnung um ein Vielfaches gesteigert.
Die ersten Minuten waren noch von einem vorsichtigen Abtasten beider Mannschaften geprägt. Doch dann erwachte David Novoa, dessen Doppelschlag innerhalb weniger Augenblicke das Spiel wendete. Kangas, der finnische Schlussmann, war geschlagen. Die Offensive der Spanier lief nun auf Hochtouren. In nur 187 Sekunden erzielten Novoa, Pachu, Adri Rivera und Boyis Treffer, die die finnische Abwehr in ihren Grundfesten erschütterten. Ein wahrer Wirbelsturm!

Sergi gonzález dominiert: ein mann, eine quote
Nach der Pause zeigte Sergi González, dass er an diesem Tag nicht zu stoppen war. Mit einer beeindruckenden Trefferquote baute er die Führung weiter aus. Der Versuch von Trainer Uhtanen, mit dem nominellen Torwart Kunnas im Feldspiel eine Waffe zu installieren, ging nach hinten los und ermöglichte Spanien sogar weitere Tore. Ein riskantes Unterfangen, das sich als Fehlentscheidung erwies. Santa Cruz ließ ebenfalls keine Zweifel an seiner Klasse aufkommen und unterstrich die Tiefe des spanischen Kaders.
Nur Alamikkotervo konnte für Finnland einen weiteren Treffer erzielen, sodass das Ergebnis von 29:12 ein deutliches Bild der Kräfteverhältnisse zeichnet. Die spanische Defensive stand sicher, während der Angriff mit Präzision und Kreativität agierte. Spanien demonstrierte eindrucksvoll seine Überlegenheit und sendete eine deutliche Botschaft an die Konkurrenz: Mit diesem Leistungsniveau gehört Spanien zu den Top-Favoriten bei den kommenden internationalen Titelkämpfen.

Die statistiken im überblick
AGCO Power Arena, Nokia (Finnland) – 1.800 Zuschauer
FINLAND: Kangas; Lilja, Korpela, Vanha, Pirttijoki. Pikkarainen, Alamikkotervo, Pulkkinen, Sylla, Ahmadi, Kunnas, Kursanov, Savvikko. Trainer: Kerkko Uhtanen.
SPANIEN: Fabio; Boyis, Eric Martel, Míchel, Gonzalo Santa Cruz. Esteban, David Novoa, Ricardo, Pachu, Cecilio, Sergi González, Adri Rivera, Antonio Navarro (p.s.9). Trainer: Jesús Velasco.
Spielverlauf: 6' (0:1) Novoa, 15' (0:2) Novoa, 16' (0:3) Pachu, 17' (0:4) Rivera, 18' (0:5) Boyis, 26' (0:6) Sergi González, 27' (0:7) Sergi González, 29' (1:7) Kunnas, 30' (1:8) Sergi González, 33' (1:9) Santa Cruz, 40' (2:9) Alamikkotervo.
Schiedsrichter: Kiril Naishouler und Janne Määttänen (Finnland). Gelbkarte: Pikkarainen (25').
