Spalletti unterschreibt bis 2028: juve zahlt 6 mio-bonus und träumt von bernardo silva

Die Uhr auf der Continassa tickt lauter. Noch ein paar Unterschriften, dann ist es fix: Luciano Spalletti verlängert vorzeitig bis 2028 und kassiert ein Gehaltspaket von bis zu 6 Millionen Euro inklusive Prämien – das bestätigten mehrere Turiner Kreise am Montagmorgen.

Die marschrichtung steht, nur die akte fehlt

Während die Serie A pausiert, haben juventus und der 65-jährige Coach die letzten Klauseln in Mailaufschluss verhandelt. Geplant ist die Verkündung noch vor dem Topspiel am Samstag in Bergamo, damit Spalletti mit Rückenwind in die Champions-League-Schlacht gegen Atalanta geht. Die erste Variante: Die Unterschrift erfolgt bereits am Dienstag. Die zweite: Man wartet bis Freitagabend, um den Akt auf dem Trainingsgelände mit Medienwirksamkeit zu zelebrieren – ähnlich wie im Februar bei der Vertragsverlängerung von Kenan Yildiz.

Der Deal ist mehr als Symbolik. Mit der Doppelverlängerung bis 2028 sichern sich die Bianconeri Planbarkeit und Signalwirkung. Der Markt reagiert sofort: In den Whatsapp-Gruppen von Spielerberatern kursieren bereits die Namen Bernardo Silva und Leon Goretzka als potenzielle Sommer-Zero-Cost-Zugänge. Silva galt schon letzte Saison als Wunschkandidat, doch Manchester City blockte ab. Jetzt, mit neuem Coach-Papier und Champions-League-Perspektive, glaubt Turin an eine Kehrtwende. Goretzka wiederum liegt auch dem AC Milan im Terminal, doch Spallettis Offensiv-4-3-3 passt besser zum deutschen Nationalspieler als Fonsecas Rauten-System.

Warum die eile gerade jetzt kommt

Warum die eile gerade jetzt kommt

Intern war man überrascht, wie schnell sich Spalletti öffnete. Nach dem Vorrunden-Aus der Nations League mit Italien hatte der Trainer betont, erst einmal „nichts entscheiden“ zu wollen. Doch Juve-Klubchef Giuntoli nutzte die Länderspielpause für ein Turbo-Gespräch in Rom. Geboten wurden: volle Kompetenz bei Transfers, ein Budget von mindestens 120 Millionen Euro netto für den Sommer und die Garantie, den Kader nach eigenem Gusto umbauen zu dürfen. Spalletti sagte zu – und forderte zusätzlich eine Bonusregelung, die seine 5-Millionen-Fixgage bei Titeln und Viertelfinal-Qualifikation in der Champions League auf bis zu 6 Millionen anschwellen lässt.

Die Zahlen sind bemerkenswert. Mit 6 Millionen würde Spalletti zu den Top-3-Verdienern der Liga aufstehen, noch vor Gasperini (5,5) und hinter nur Allegri (7) sowie Mourinho (6,5), die beide aber bereits wieder arbeitslos sind. Für Juve ist das ein klares Statement nach Jahren des Sparens: zurück an die Spitze, koste es, was es wolle.

Am Dienstag testen die Turiner noch intern gegen die U23, dann fliegt die Gruppe nach Bergamo. Wenn alles glatt läuft, reist Spalletti nicht nur als designierter Langzeittrainer, sondern mit einem Etappenziel: drei Punkte, um vorzeitig das Achtelfinale zu sichern – und den Bonus schon mal anzupassen. Die Uhr auf der Continassa tickt. Die nächsten 48 Stunden dürften den Kurs der juventus-Zukunft festnageln.