Spalletti lässt juve-talent yildiz glänzen – pisa kassiert nächste niederlage

20.45 Uhr, Allianz Stadium: Kenan Yildiz bekommt die Bühne, die ihm seit Wochen zusteht. Luciano Spalletti stellt den 20-Jährigen links hinter Stürmer David auf – und schickt damit ein Signal. Juve will nicht nur gewinnen, sie will überzeugen.

Die aufstellungen im überblick

Die aufstellungen im überblick

Im Tor der Alten Dame steht Mattia Perin, vor ihm die Viererkette Kalulu, Bremer, Gatti, Cambiaso. Locatelli kehrt nach Gelb-Sperre zurück, Thuram bildet mit ihm das Doppelsechs-Duo. Rechts Conceicao, zentral McKennie, links eben jener Yildiz – das Juve-System atmet.

Pisa-Coach Hiljemark antwortet mit klassischer 3-5-2-Ordnung. Nicolas hütet das Tor, Caracciolo organisiert die Dreierkette, im Sturm Moreo und Durosinmi. Die Marschrichtung: kompakt stehen und Konter nach vorne tragen. Die Realität: Juve dominierte Ballbesitz und Tempo von der ersten Minute.

Die Zahlen nach 28 Spieltagen: Juve 52 Punkte, Pisa 33. Die Tordifferenz spricht eine deutliche Sprache: +21 gegen -4. Doch Zahlen allein erzählen nicht, wie Yildiz in der 31. Minute per Drop-Kick die Latzte traf oder wie Perin in der 68. Minute einen Moreo-Kopfball aus kurzer Distanz parierte.

Am Ende steht ein 2:0 auf der Anzeigetafel. Tore von David und Conceicao besiegeln den Sieg. Spalletti verlässt mit einem knappen Nicken den Platz – kein Jubel, nur die Ruhe des Profis. Juve bleibt dran, der Meistertraum lebt. Pisa dagegen rutscht auf Rang zwölf ab, die Serie B-Rückkehr rückt in weite Ferne.

Für Kenan Yildiz war es der Abend, auf den er gewartet hat. Für Juve der Beweis, dass die Jugend nicht nur Talent, sondern schon Torgefahr bedeutet. Die Saison ist noch lang – aber dieser Sieg riecht nach Meisterschaft.