Snooker-wm 2026: trump, wilson und robertson im titelkampf?
Sheffield bebt! Die Vorbereitungen für die Snooker-Weltmeisterschaft2026 im legendären Crucible Theatre sind in vollem Gange, und Rolf Kalb, unser Experte von Eurosport, hat die Karten für das Turnier bereits neu gemischt. Die Qualifikationsspiele sind zwar noch im Gange, doch die Spannung steigt bereits jetzt ins Unermessliche – und das ohne einen klaren Titelfavoriten!
Keine überflieger am start
Die diesjährige WM verspricht ein offenes Rennen zu werden. Kalb stellt fest: „Einen klaren Favoriten gibt es in diesem Jahr nicht. Es gibt eine Reihe von Spielern, die durchaus gute Chancen haben, aber damit es dann auch klappt, müssen an den 17 Tagen im Crucible Theatre einfach alle Faktoren zusammenspielen.“ Das Fehlen eines dominanten Spielers spiegelt sich in der Vielzahl unterschiedlicher Turniersieger in dieser Saison wider – ein Zeichen für die ausgeglichene Spitze des Snookersports.

Trump unter druck, wilson mit neuanfang?
Judd Trump, der 2019 bereits den WM-Titel in die Höhe stemmen durfte, steht zweifellos im Fokus. Sein bisher einziger Triumpf liegt jedoch schon einige Jahre zurück, und der Druck, weitere Titel zu gewinnen, lastet schwer auf seinen Schultern. Seine Formkurve zeigte zuletzt aufwärts, doch die knappe Niederlage in der Tour Championship lässt Zweifel aufkommen. Die Turbulenzen rund um seinen Wohnsitz in Dubai könnten ihn zusätzlich belasten. Ob er die Nummer eins der Weltrangliste erneut verteidigen kann, bleibt abzuwarten – nur ein frühes Aus und ein gleichzeitiger Erfolg von Zhao Xintong oder Neil Robertson würden ihm diesen Platz streitig machen.
Kyren Wilson hingegen könnte von einer ungewöhnlichen Situation profitieren. Nach zwei bedeutenden Einladungsturniersiegen in dieser Saison kämpfte er bei Ranglistenturnieren mit Problemen, was ihn sogar die Teilnahme an der Players Championship und der Tour Championship kostete. Vielleicht hat er dadurch die nötige Ruhe gefunden, um im Crucible sein volles Potenzial zu entfalten. Allerdings muss er auch die Auswirkungen des wegfallenden Preisgeldes für seinen WM-Titel 2024 berücksichtigen.

Robertson hadert, routiniers gefährlich
Neil Robertson, stets ein Kandidat für die Überraschung, wird durch die Chance, die Nummer eins zu werden, zusätzlich motiviert. Er jagt seinen zweiten WM-Titel, doch das Crucible Theatre bereitet ihm Kopfzerbrechen – die beengten Verhältnisse bei den gleichzeitigen Spielen belasten ihn offenbar.
Interessant ist auch die Entwicklung von John Higgins und Mark Williams. Beide Routiniers haben den Luxus, nichts mehr beweisen zu müssen, was sie zu gefährlichen Gegnern macht, sofern ihre Ausdauer reicht. Auch Mark Selby und Shaun Murphy sollten man auf dem Zettel haben, beide fühlen sich im WM-Format wohl und haben bereits Erfolge gefeiert – Murphy gewann 2005 den Titel.
Chinesische machtdemonstration
Ein starkes Kontingent chinesischer Spieler, darunter Zhao Xintong, Xiao Guodong, Wu Yize, Si Jiahui und Ding Junhui, wird ebenfalls in Sheffield erwartet. Alle haben sie das Potenzial, weit vorzudringen. Die WM-Endrunde beginnt am 18. April und endet am 4. Mai. Eurosport wird das Turnier im linearen TV und über HBO Max übertragen – kein Ball wird verpasst!
Die Auslosung der Endrunde wird zeigen, welche Paarungen das Turnier prägen werden. Es bleibt spannend! Rolf Kalb verspricht, sich nach der Auslosung erneut zu Wort zu melden.
