Snooker-schock: dikme verpasst crucible-traum knapp!
Die Hoffnungen des deutschen Snooker-Nachwuchses wurden jäh enttäuscht: Umut Dikme, frischgebackener Deutscher Meister, scheiterte in der vorletzten Qualifikationsrunde der Snooker-Weltmeisterschaft an Jack Lisowski. Ein knappes 7:10 besiegelte das Ende seines Traums von Sheffield – und einer verheißungsvollen Reise.
Lisowskis comeback: von rückstand zum sieg
Die Partie verlief alles andere als einseitig. Dikme konnte sich während der Nachmittagssession mehrfach einen Vorsprung erarbeiten, erreichte sogar ein 6:5. Doch Lisowski zeigte seine Klasse und schaltete eine Gang höher. Vier Frames in Serie, darunter ein beeindruckender Century Break von 108 im 17. Frame, brachten ihm schließlich den Sieg und das Ticket zum Crucible Theatre.
Stephan Maguire hatte da weniger Glück. Der Schotte, aktuell auf Rang 26 der Weltrangliste, musste sich Liam Highfield mit 5:10 geschlagen geben. Eine zwischenzeitliche Aufholjagd konnte er nicht mehr in einen Sieg umwandeln.

Brecel übersteht krimi gegen chang – und bingyus maximum break!
Einen spannenden Krimi um den Einzug ins Crucible lieferten sich Luca Brecel und Bingyu Chang. Der Ex-Weltmeister setzte sich am Ende knapp mit 10:8 durch. Doch das eigentliche Highlight der Partie war Bingyus Maximum Break im neunten Frame – eine Leistung von außergewöhnlicher Präzision und Nervenstärke. Ein Moment, der das Snooker-Universum in Atem hielt.
Für Dikme ist damit eine erfolgreiche, aber letztlich glücklose Qualifikationsphase zu Ende gegangen. Nach Siegen gegen Farakh Ajabi und Sam Craigle war er dem Crucible Theater näher als je zuvor. Doch Lisowskis beeindruckende Vorstellung machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Die Frage, die nun bleibt: Kann er sich aus dieser Enttäuschung gestärkt zurückkämpfen und im nächsten Jahr erneut um den WM-Titel kämpfen?
