Levante bangt um den klassenerhalt: castro fokussiert sich auf sevilla-sieg

Valencia – In der brenzligsten Phase der Saison hat Trainer Luís Castro vom Levante die Ziele klar definiert: Der Blick richtet sich ausschließlich auf den kommenden Sieg gegen Sevilla, denn nur dieser kann die Hoffnung auf den Verbleib in der Primera División am Leben erhalten. Schlagworte sind hierbei nicht Punkte-Rekorde, sondern Überlebenswille.

Castro lobt taktische flexibilität und mannschaftsgeist

Nach dem hart erkämpften Sieg gegen Sevilla sprach Castro von einem „Spiel der Saison“. Er betonte, dass die Taktik des Teams exzellent umgesetzt wurde und die Spieler eine herausragende Leistung gezeigt hätten. „Wir wussten, dass es ein schwieriges Spiel wird. Sevilla verteidigt sehr gut und es ist nicht einfach, Chancen zu kreieren“, erklärte der Coach. Das heutige Spiel habe jedoch die größte Anzahl an Chancen für Levante überhaupt generiert.

Besonders hervorgehoben wurde die Fähigkeit des Teams, das Spiel aus einer Position der Unterlegenheit heraus zu kontrollieren. „Ich habe nicht über die Tabellenposition nachgedacht. Wir mussten die Punkte holen und konzentrieren uns auf das, was wir tun müssen“, so Castro. Stattdessen lag der Fokus voll und ganz auf dem Gegner.

Castro offenbarte, dass er das Spiel von der Seitenlinie aus beobachtet habe. „Es ist schlimmer, das Spiel von oben zu sehen, weil man keine Anweisungen geben kann. Aber die Spieler auf dem Platz haben Qualität bewiesen und hervorragende Arbeit geleistet.“

Strategischer Fußball trotz Druck: Castro gab zu, dass die ursprüngliche Idee darin bestanden habe, den eigenen Fußballstil durchzusetzen. „Ich glaube immer, dass es besser ist, mit dem zu kämpfen, was man selbst kann. Wir wissen, dass Ugo und Iván uns mit dem Ball eine gewisse Qualität verleihen, auch wenn andere Spieler das auch könnten. Wir spielen unseren Fußball.“

Die fans als sechster spieler – castro appelliert an die unterstützung

Die fans als sechster spieler – castro appelliert an die unterstützung

Ein pessimistisches Publikum könnte sich negativ auf die Leistung des Teams auswirken, warnte Castro. „Ich habe in der letzten Pressekonferenz gesagt, dass wir zu Hause sehr gute Spiele gezeigt haben. Die Fans sind entscheidend und geben uns Energie. Wenn sie deprimiert kommen, wird es schwieriger.“ Er betonte die Bedeutung der Anhänger als „Familie“, die das Team unterstützen müsse, insbesondere in schwierigen Zeiten.

Obwohl die Situation ernst ist, zeigt Castro sich optimistisch: „Ich denke, dass der Klassenerhalt nur durch einen Sieg gegen Sevilla erreicht werden kann.“

Die Elfmeter, die verschossen wurden, wurden von Castro pragmatisch kommentiert: „Die Spieler, die schießen sollten, haben geschossen, aber sie haben leider verfehlt.“

Carlos Espí zeigte ein solides Spiel, obwohl Castro dessen Leistung nicht als herausragend bewertete. „Er war gut, aber eines seiner besten Spiele? Das weiß ich nicht. Er war auf jeden Fall sehr gut, wie so oft.“

Die Freude über den Sieg wurde von Iván Romero und Dela geteilt, wobei Castro betonte, dass der „Mannschaftsgeist“ im Vordergrund stehe.

Ein kleiner Wermutstropfen ist die Verletzung von Etta Eyong, der nach einem Schlag Schmerzen hat. „Wir werden den Schweregrad der Verletzung analysieren.“

Ugo Raghouber zeigte ein „normales“ Spiel, wobei Castro vor allem seine defensive Arbeit lobte. „Wir wollten etwas Neues versuchen, um etwas höher zu stehen, und Ugo hat uns dabei geholfen, qualitativ hochwertiger aus dem Spiel herauszuspielen.“

Die kommenden Tage werden zeigen, ob der Levante-Trainer mit seiner Strategie Recht behält. Die Hoffnung auf den Klassenerhalt hängt von einer konzentrierten Leistung gegen Sevilla ab – ein Spiel, das mehr ist als nur drei Punkte.