Snooker-drama in sheffield: allen am boden zerstört nach bitterer niederlage
Sheffield bebte gestern Abend das bittere Ende des Halbfinales der Snooker-Weltmeisterschaft mit. Mark Allen, der auf einen Finaleinzug hoffte, musste sich Wu Yize mit 16:17 geschlagen geben – ein Ergebnis, das ihn sichtlich mitgenommen hat. Die Bilder des enttäuschten Nordiren werden ihm noch lange in Erinnerung bleiben.
Der moment, der alles veränderte: alleens fehlversuch
Allen sprach nach der Partie offen über den entscheidenden Moment, der das Match kippte: den vergebenen Versuch auf die Schwarze im 32. Frame. "Ich hatte meine Chancen und habe sie komplett verkazelt", gestand der Weltranglisten-14. "Normalerweise traue ich mir unter Druck viel zu, aber heute bin ich damit nicht klargekommen." Der 40-Jährige schien innerlich geknickt: "Es wird eine Weile dauern, bis ich diese Schwarze verarbeite. Wenn man so eine Kugel verschießt, hat man nicht gewonnen, was man verdient hätte."

Respekt für den gegner: wu als zukünftiger weltmeister
Trotz der eigenen Enttäuschung fand Allen anerkennende Worte für seinen Gegner. "Wu hat wirklich stark gespielt, großes Lob an ihn", betonte er. "Ich glaube, er wird Weltmeister." Er zeigte sich beeindruckt von Wu’s Spielweise: "Die Art, wie er spielt, ist großartig für den Sport, er locht einige unglaubliche lange Bälle. Beim Stand von 16:14 hat er eine starke Clearance gespielt, und er scheint mit dem Druck gut umgehen zu können." Allen scheint überzeugt: "Auch wenn er diesmal nicht gewinnt, glaube ich, dass er noch viele Weltmeistertitel holen wird."

Mentaler druck und selbstkritische analyse
Allen zeigte sich auch gegenüber Eurosport noch einmal deutlich und blickte auf den mentalen Druck zurück: "Es wird noch eine Weile schmerzen. Ich habe den Druck einfach nicht handhaben können. Es gab genug Chancen." Er zog ein schonungsloses Fazit: "Am Ende habe ich wahrscheinlich das bekommen, was ich verdient habe." Die Reflexion auf den entscheidenden Frame war schmerzhaft ehrlich: "Ich habe der Schwarzen zu viel Aufmerksamkeit gegeben. Es war nichts anderes als bei anderen Stößen. Ich habe sie einfach verschossen. Es sollte einfach nicht sein."

Wu yizes emotionale achterbahnfahrt
Während Allen sich mit seiner Niederlage auseinandersetzte, äußerte sich auch Wu Yize emotional. Er sprach von einer "emotionalen Achterbahnfahrt" und der Nervosität, die ihn begleitete. "Ich war so nervös, ich war so nah dran, das Match zu verlieren“, erklärte er. Trotzdem zeigte er Selbstvertrauen: "Meine Form war zuletzt sehr gut. Außerdem war es für mich leichter, weil ich nicht so viele Erwartungen im Vorfeld der WM hatte." Der Finaleinzug fühlt sich für ihn daher "wie eine Belohnung an."
Die Spannung im Crucible Theatre war greifbar, und die Snooker-Welt wird am morgigen Tag Zeuge eines Finals, das verspricht, in die Geschichte einzugehen. Ob Wu Yize in die Fußstapfen von Zhao Xintong treten kann, wird sich zeigen. Aber eines ist klar: Mark Allen wird diesen bitteren Abend lange nicht vergessen.
