Skyliners versinken im offensiv-chaos: bamberg demontiert frankfurt mit 84:61
Die Skyliners wollten den zweiten Saisonsieg gegen Bamberg – und kassierten stattdessen eine Demontage. 61:84 lautete die ernüchternde Schlussfolgerung aus 40 Minuten, in denen Frankfurt in der Offensive wie gelähmt wirkte und die Baskets aus Oberfranken souverän das Zepter schwangen.
Frankfurt verschläft den start, bamberg dreht auf
Bereits nach zehn Minuten stand es 11:25. Die Skyliners fanden kein Mittel gegen die aggressive Defense der Gäste, trafen nur drei ihrer ersten 13 Würfe und schauten zu, wie Damien Demonia (20 Punkte) und Trevis Williams (12 Punkte) die Korbwürze auspackten. Die 4.750 Zuschauer in der Ballsporthalle schwiegen, als zur Pause bereits ein 17-Punkte-Rückstand auf der Anzeige stand.
Coach Pascal Oudet wechselte, stellte um, schrie – vergeblich. Selbst als Kameron Pape (13 Punkte) und Jordan Swope (10 Punkte) kurz vor dem Ende der dritten Viertel einen 8:0-Lauf starteten, antwortete Bamberg mit zwei Dreiern in Serie. Die Pleite war besiegelt, bevor das letzte Viertel begann.

Skyliners rutschen auf abstiegsplatz zwei
Mit nur fünf Siegen aus 24 Spielen stehen die Hessen jetzt auf Rang 17 – und haben am Freitag mit Berlin den nächsten Spitzenreiter vor der Brust. Die Baskets dagegen festigen Platz fünf und dürfen weiter von den Playoffs träumen. Die Zahlen sind vernichtend: 25 Prozent Feldwurfquote, 18 Ballverluste, nur sieben Assists. Bamberg dagegen: 48 Prozent aus dem Feld, 24 Fouls gezogen, 23 Punkte aus Frankfurter Turnovern.
Die Saison der Skyliners droht zu kippen. Nach dem Pokal-Aus und fünf Niederlagen in Serie fehlt nicht nur der Selbstvertrauen-Turbo – sondern auch eine Idee, wie das Offensiv-Rad wieder in Fahrt kommen soll. Die Fans verlassen die Halle mit hängenden Köpfen, die Spieler mit hängenden Schultern. Die nächste Woche wird zeigen, ob das Team noch eine Antwort parat hat – oder ob die Saison schon jetzt gelaufen ist.
