Skivergangenheit aufgedeckt: die top-destinationen der weltcups!
Die Saison ist vorbei, der Schnee schmilzt – und wir nutzen die ruhige Zeit, um einen Blick zurückzuwerfen. Wo wurden die meisten Weltcuprennen überhaupt ausgetragen? Ein Blick auf die FIS-Zahlen enthüllt die spannendsten Austragungsorte und Schweizer Erfolge.
Die unangefochtene spitze: val d'isère
Mit satten 199 Rennen führt Val d'Isère (Frankreich) das Feld an. Ein wahres Mekka des alpinen Skisports! Hier haben auch Schweizer Athleten über Jahrzehnte Erfolge gefeiert – Marie-Therese Nadig ist mit sieben Siegen die unumstrittene Schweizer Rekordhalterin an diesem legendären Ort. Die Zahl spricht für sich: 50 Schweizer Siege in Val d'Isère belegen die lange Tradition und die besondere Verbundenheit.

Kitzbühel: der ruf der streif
Auf dem zweiten Platz folgt Kitzbühel (Österreich) mit 188 Rennen, wobei ausschließlich Herrenrennen auf dem Programm standen. Das macht die Streif zur am häufigsten befahrenen Weltcupstrecke im Herrenbereich. Die Schweizer Männer haben hier 33 Siege errungen, wobei Didier Cuche und Pirmin Zurbriggen mit jeweils sechs Siegen die Schweizer Rangliste anführen. Marco Odermatt untermauerte im letzten Winter eindrucksvoll die Schweizer Dominanz im Super-G.

Wengen: tradition und heimsieg
Die Lauberhornrennen in Wengen (Schweiz) blicken auf 135 Weltcuprennen zurück – allerdings nur für die Herren. Ein Frauenrennen fand bisher noch nie statt. Das Heimpublikum konnte sich über 27 Siege freuen, wobei Marco Odermatt in den letzten Jahren mit seinen vier Abfahrten in Serie für besondere Begeisterung sorgte. Er ist der unangefochtene König des Lauberhorns, und sein Rekord von fünf Siegen ist ein Beweis für seine außergewöhnliche Leistung.

Lake louise: ein verlust für den weltcup
Mit 131 Rennen nimmt Lake Louise (Kanada) einen traurigen Platz in dieser Liste ein. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten scheidet der traditionsreiche Skiort aus dem Weltcupkalender aus. Corinne Suter sicherte sich im Dezember 2022 noch den letzten Schweizer Sieg in Lake Louise, ein bittersüßer Abschied von einem Ort, an dem Lara Gut-Behrami drei Rennen für sich entscheiden konnte.

Weitere stationen und schweizer erfolge
Auch in Garmisch-Partenkirchen (Deutschland) wurden zahlreiche Rennen ausgetragen, wo Lara Gut-Behrami fünfmal auf das oberste Treppchen stieg. In Cortina d'Ampezzo zeigte Lara Gut-Behrami ebenfalls ihre Klasse und triumphierte zuletzt am 28. Januar 2024. Die Erfolge in Are (Schweden) sind zwar überschaubarer, aber Sonja Nefs Sieg im Jahr 2001 bleibt unvergessen. Kranjska Gora (Slowenien) feierte zuletzt Camille Rasts Doppelsieg, während Marco Odermatt und Joel Gaspoz dort jeweils dreimal siegten. Die Zahlen zeigen: Die Schweizer Skifahrer haben in den Weltcupdestinationen weltweit ihre Spuren hinterlassen.
Die Skivergangenheit ist reich an Erfolgen und Traditionen – und wir sind gespannt, welche neuen Kapitel die kommenden Saisons schreiben werden. Die jüngsten Talente stehen bereit, um die Erfolgsgeschichte fortzuschreiben, während etablierte Athleten wie Marco Odermatt weiterhin Maßstäbe setzen.
