Skisprung-wm: raimund nach silber-pleite von fans angefeindet

Enttäuschung und fan-attacken nach raimunds platz neun

Philipp Raimund, der 25-jährige Olympiasieger, erlebte bei der Skisprung-Weltmeisterschaft einen bitteren Tag. Nicht nur verpasste er auf der Großschanze die erhoffte Goldmedaille, sondern sah sich auch mit feindseligen Reaktionen von Fans konfrontiert. Während der Slowene Domen Prevc triumphierte und den Sieg davontrug, landete Raimund lediglich auf dem neunten Platz. Die Ursache für die Wut der Fans lag in einem Vorfall bei der Skiflug-WM in Oberstdorf.

Der auslöser: skiflug-wm und hubert mathis

Der auslöser: skiflug-wm und hubert mathis' entscheidung

Im Mittelpunkt der Kontroverse stand eine strittige Entscheidung des Schweizer FIS-Koordinators Hubert Mathis während der Skiflug-WM. Er verweigerte Domen Prevc den Sprung, nachdem dessen Ski versehentlich die Schanze hinuntergerutscht war. Dieser Vorfall kostete Slowenien den Weltmeistertitel, und die Fans machten Philipp Raimund dafür verantwortlich – obwohl dieser mit dem Vorfall in Oberstdorf nichts zu tun hatte.

Raimunds reaktion: „extrem unangemessen“

Raimunds reaktion: „extrem unangemessen“

„Die haben nein, nein, nein zu mir gerufen – wegen der Skiflug-WM. Und ich habe dann gesagt: ‚Ihr wisst schon, dass er Schweizer ist. Mit dem habe ich nichts zu tun‘“, zeigte sich Raimund verärgert über die Anfeindungen. Er betonte, dass es seiner Meinung nach „extrem unangemessen und komplett unnötig“ sei, ihm nach Prevcs Sieg die Schuld zuzuschieben. Dies zeuge von „menschlicher Schwäche“.

Hannawald irritiert: ski-wechsel wirft fragen auf

Neben dem Fan-Zoff gibt es auch sportliche Fragen. Georg Hannawald zeigte sich irritiert über einen heimlichen Ski-Wechsel von Philipp Raimund während der Olympischen Spiele. Der Grund für den Wechsel ist bislang unklar und wirft Fragen nach der Fairness des Wettbewerbs auf. Die Situation verdeutlicht, dass auch abseits der Sprünge Spannungen und Diskussionen entstehen können.

Gutes verhältnis zu prevc trotz fan-ausbrüche

Trotz der negativen Erfahrungen betonte Raimund, dass er ein gutes Verhältnis zu Domen Prevc pflege. „Ich bin mit dem Domen voll fein. Ich mag ihn sehr und komme generell mit jedem Springer klar“, so Raimund. Er vermutete, dass sich die Fans manchmal zu viele Rechte herausnehmen und die Situation überbewerten. Die Leidenschaft der Fans kann manchmal zu unüberlegten Aktionen führen.

Nächste chance: super-team-wettbewerb am montag

Für Philipp Raimund bietet sich bereits am Montag die Chance zur Revanche. Im neuen Olympia-Wettbewerb im Super-Team wird er voraussichtlich an der Seite von Andreas Wellinger antreten. Die Übertragung erfolgt um 19 Uhr in der ARD. Die Fans dürfen gespannt sein, ob sich das Team erholen und eine starke Leistung zeigen kann.

Raimund und Bundestrainer Horngacher mit slowenischen Fans im Hintergrund

Raimund im Gespräch mit Bundestrainer Stefan Horngacher (56). Dahinter die slowenischen Fans. Foto: BILD