Sk rapid wien: neue studie belegt hohe wirtschaftliche und gesellschaftliche bedeutung
Daniela bauer präsentiert wertschöpfungsstudie und zukunftspläne
Daniela Bauer, seit einem halben Jahr Geschäftsführerin Wirtschaft der SK Rapid GmbH, hat am Mittwoch eine umfassende Wertschöpfungsstudie vorgestellt. Diese beleuchtet die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung des Traditionsklubs. Im Fokus standen dabei neue Ideen für die Zukunft von Rapid. Kürzlich konnte sie zudem mit Turkish Airlines einen neuen Partner für den Verein gewinnen.

Wertschöpfung von 160,4 millionen euro
Ein wenig scherzhaft äußerte sich Steffen Hofmann zu den Ergebnissen der Studie. Wie Studienautorin Dr. Anna Kleissner (Econmove) erklärte, betrug die Wertschöpfung von SK Rapid in der Saison 2024/25 beeindruckende 160,4 Millionen Euro. Dies sichert und schafft 884 Arbeitsplätze in Österreich. Jeder Euro, der in Rapid fließt, generiert demnach einen gesellschaftlichen Mehrwert von zwei Euro.

Rapid als wirtschaftsmotor und sozialer faktor
Daniela Bauer betonte: „Die Studie zeigt konkret, welchen Beitrag Rapid leistet und belegt unsere Wirkung weit über den Sport hinaus. Rapid schafft wirtschaftliche Impulse, stärkt den Zusammenhalt und bringt Menschen in Bewegung.“ Die unmittelbare Bruttowertschöpfung des Klubs beläuft sich auf 33,7 Millionen Euro. Durch Ausgaben an österreichische Unternehmen und Konsum der Beschäftigten entstehen weitere 58,7 Millionen Euro. Davon verbleiben 77 Prozent (45 Millionen Euro) in Wien.

Wichtige säulen der wertschöpfungskette
Weitere bedeutende Faktoren sind die touristische Wertschöpfung (20,5 Millionen Euro durch über 20.000 Übernachtungen), fiskalische Effekte (28 Millionen Euro an Steuern und Abgaben) und der Werbewert von 47,2 Millionen Euro für Partner und Sponsoren. Auch das Wohlbefinden der Fans wird mit 430.000 Euro beziffert.
Neue einnahmequellen und infrastrukturverbesserungen
Daniela Bauer räumte ein, dass die aktuelle Situation, geprägt von sinkenden TV-Einnahmen und dem Wegfall eines Europacup-Startplatzes, herausfordernd sei. „Es ist Alarmstimmung, aber umso wichtiger ist es, neue Einkommensströme zu erschließen.“ Geplant sind unter anderem:
- Erhöhung der Sponsoreneinnahmen durch Anpassung an den berechneten Werbewert.
- Ein neuer Webshop zur Erweiterung des Merchandising-Publikums. Derzeit werden 90 Prozent der Umsätze im Stadion generiert.
- Eröffnung eines neuen Fanshops in St. Pölten mit Lagerkapazitäten für den Online-Versand.
- Verhandlungen über eine Präsenz am Flughafen Wien.
- Ein neuer Ausrüster für die Trikots mit verbesserten Konditionen und „Wiener Identität“ (Vorbild: FC Venezia).
- Einführung eines dritten Trikots (bereits erfolgreich in dieser Saison).
- Steigerung der Transfererlöse.
- Erschließung neuer Sponsoren durch die Frauen-Teams.
Digitalisierung und fanerlebnis im fokus
Auch die Infrastruktur soll weiter verbessert werden: Ein neues Ticketing-System soll Wartezeiten verkürzen, und ein Telekommunikationspartner soll das Fanerlebnis im Stadion optimieren. Eine Rapid-App könnte künftig Live-Statistiken und Vorbestellmöglichkeiten bieten. Ein Sieg im Derby, der die Chancen auf die Meistergruppe erhöhen würde, wäre natürlich die beste Möglichkeit, das Wohlbefinden der Fans (und von Steffen Hofmann) zu steigern.
