Rexhbecaj packt schon mal die koffer: augsburgs mittelfeldmotor soll nach wolfsburg düsen
Elvis Rexhbecaj läuft im Sommer aus, der VfL Wolfsburg wartet – und Manuel Baum spricht es offen aus: „So wie es aussieht, wird er zu einem anderen Verein gehen.“ Die Trennung nach vier Jahren ist besiegelt, der Wechsel längst in trockenen Tüchern, selbst wenn die Wölfe straucheln und die Zweite Liga droht.
Baum bestätigt den abschied – und plant schon ohne rexhbecaj
Der Coach wollte vor dem Spiel in Leverkusen keine große Show um den 28-Jährigen veranstalten, doch die Nachfrage ließ sich nicht verdrängen. Rexhbecaj, in dieser Saison 29 Pflichtspiele, vier Tore, drei Vorlagen, war nie ein Lauterer, aber stets der Motor, der zwischen den Sechsern die Maschine am Laufen hielt. Nun zieht es ihn zurück in die Autostadt, wo er 2019 schon einmal kurz Station machte. Baum nimmt es mit der Gelassenheit eines Mannes, der weiß: Fußball ist Fluss, nicht See.
Die Personalie passt ins Bild. Augsburg hat den Klassenerhalt fast sicher – acht Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz, fünf Spiele noch – und kann planen. Wer geht, wer kommt, wer bleibt. Rexhbecajs Entschluss schafft Spielraum im Gehaltsetat und lässt jüngere Kräfte wie Ruben Vargas oder Fredrik Jensen stärker durchatmen.

Matsima steht vor dem comeback – frankfurt soll der termin sein
Während ein Mittelfeldanker geht, kehrt ein Abwehrjunge zurück. Chrislain Matsima, 23, französischer U-21-Nationalspieler, war seit Anfang Januar wegen eines Sehnenanrisses abgemeldet. Jetzt meldet Baum: „Es deutet vieles darauf hin, dass er gegen Frankfurt eine Option ist.“ Das Heimspiel am 25. April könnte den Neuanfang markieren – und Augsburg endlich wieder die druckvolle Dreierkette links hinten geben, die Matsima vor seiner Verletzung so souverän beherrschte.

Leverkusen als prüfstein – baum erinnert sich an den perfekten start
Am Samstag geht’s erst einmal nach Leverkusen. Für Baum ein Ort mit Geschichte: Am 6. Dezember 2025 trat er die Nachfolge von Sandro Wagner an, sein Debüt endete 2:0 gegen die Werkself. „Das ist schon ein Brett, was da wartet“, sagt er heute und lacht nicht. Bayer spielt Champions-League-Poker, schaltet mitunter von 0 auf 300, doch Baum kennt die Lücken: „Manchmal treten sie nicht ganz durch.“ Seine Augsburger wollen genau diesen Moment erwischen, mit einem Sieg den Dropsen endgültig zu sauer machen und sich selbst die Restnervosität nehmen.
Die Rechnung ist einfach: Drei Punkte in Leverkusen, und selbst theoretische Abstiegsgefahr wird zur Fußnote. Dann kann Baum in aller Ruhe den nächsten Sommer skizzieren – ohne Rexhbecaj, dafür aber mit Matsima und vielleicht einem neuen Gesicht im Mittelfeld. Die Maschine läuft weiter, nur ein Zahnrad wechselt eben die Farbe.
