Sinner lobt jódar: „ein spieler von höchstem niveau“
Rom – Jannik Sinner hat im Anschluss an seinen klaren Sieg gegen Andrea Pellegrino in der vierten Runde des Masters 1.000 Turniers in Rom ein überraschend deutliches Lob für seinen kommenden Gegner Rafael Jódar ausgesprochen. Der Weltranglistenerste sieht in dem jungen Spanier einen Spieler „von höchstem Niveau“ und prognostiziert eine neue Ära im Tennis.
Ein gegner, der keine angst kennt
Sinner, der Jódar bereits im Mai in Madrid in einem spannenden Duell unterlegen war, betonte, dass der Spanier in den letzten Monaten eine beeindruckende Entwicklung durchgemacht habe. „Wenn man sich seine letzten drei oder vier Turniere ansieht, spielt er wirklich sehr gut. Ein Spieler von höchstem Niveau, der keine Angst hat und sehr frei aufspielt“, erklärte Sinner in der Pressekonferenz. Diese Einschätzung unterstreicht die wachsende Anerkennung, die Jódar im Tenniszirkel genießt.
Es ist nicht nur Sinners Expertise, die Jódars Potenzial untermauert. Die Tatsache, dass der Italiener, bekannt für seine direkte und ehrliche Art, solch deutliche Worte findet, verleiht der Aussage zusätzliche Bedeutung. Er erkennt die Gefahr, die von Jódar ausgeht, und bereitet sich entsprechend vor.

Die neue generation übernimmt
Doch Sinner blickt weit über das bevorstehende Viertelfinale hinaus. Er spricht von einer neuen Generation von Tennisspielern, die den Profisport herausfordert. „Eine neue Generation kommt“, so Sinner, „und meine Aufgabe ist es, im Hier und Jetzt zu bleiben und zu verstehen, wie das Tennis der Zukunft aussehen wird.“ Er erwartet, dass das Spiel immer schneller und intensiver werden wird, wobei der Aufschlag eine immer wichtigere Rolle spielen wird. Diese Beobachtung zeigt, dass Sinner sich der Veränderungen bewusst ist und sich aktiv darauf einstellt.
Die körperliche Fitness spielt eine entscheidende Rolle. Sinner äußerte sich zufrieden mit seiner körperlichen Verfassung und betonte, dass das Match gegen Pellegrino eine gute Vorbereitung auf die anstehenden Herausforderungen, insbesondere die French Open in Paris, darstellt. „Es war ein physisch anspruchsvolles Spiel mit vielen langen Ballwechseln. Bei Wind muss man sich doppelt so gut bewegen“, so Sinner. Die Fähigkeit, auch unter schwierigen Bedingungen Höchstleistungen abzurufen, wird in Paris entscheidend sein.
Ein Detail, das oft übersehen wird, ist die Vorbereitung. „Es ist Teil meiner Arbeit, sich vor jedem Match gründlich vorzubereiten und auf die Details zu achten“, erklärte Sinner. „Manchmal funktioniert die Vorbereitung perfekt, manchmal spielt der Gegner etwas anderes. Dann muss man flexibel sein und das Spiel anpassen – das ist eben auch Teil der Arbeit.“ Diese Professionalität und Anpassungsfähigkeit sind Kennzeichen eines Top-Athleten.
Mit seinem Sieg gegen Pellegrino, der in nur 108 Minuten feststand, steht Sinner drei Siege vor dem Gewinn des Masters 1.000 Titels in Rom, der letzte große Brocken, der ihm in seiner Karriere noch fehlt. Sein Gegner im Viertelfinale wird der Sieger des Duells zwischen Andrei Rublev und Nikoloz Basilashvili sein. Die Spannung steigt, und die Tenniswelt blickt gespannt auf den weiteren Verlauf des Turniers.
