Real madrid: nur wer tief in die tasche greift, wird präsident!

Madrid – Der Traum vom Präsidentenposten beim Real Madrid? Erfordert mehr als nur Fußballbegeisterung. Die königlichen Statuten stellen die Kandidaten vor eine schwindelerregende Hürde, die nur den finanzstärksten überhaupt zu bewältigen scheint. Eine Entscheidung, die die Vielfalt der Kandidaten drastisch einschränkt.

Die strengen bedingungen im detail

Die strengen bedingungen im detail

Wer es wagt, sich um das Ruder des Weltklubs zu bewerben, muss eine Reihe von Kriterien erfüllen. Zunächst einmal ist die spanische Staatsbürgerschaft unerlässlich. Doch damit endet es nicht. Volljährigkeit und Geschäftsfähigkeit sind selbstverständlich, aber auch ein tadelloser Leumund ist gefordert. Säumnisse gegenüber dem Staat dürfen nicht vorliegen.

Ein weiterer Stolperstein ist die Mitgliedschaft im Club. Für den Präsidenten sind mindestens zwanzig Jahre ununterbrochene Mitgliedschaft erforderlich, für die Vizepräsidenten fünfzehn und für alle anderen Kandidaten zehn Jahre. Wer bereits in leitender Position in einem anderen Fußballverein tätig ist oder aktiv Fußball spielt, schiedsrichterisch tätig ist oder als Trainer oder technischer Mitarbeiter arbeitet, hat ebenfalls keine Chance.

Aber das eigentliche Highlight – oder eher das größte Hindernis – ist der finanzielle Aspekt. Kandidaten müssen eine Bankbürgschaft hinterlegen, die mindestens 15 Prozent des Gesamtbudgets des Vereins abdeckt. Diese Bürgschaft wandelt sich bei Wahl zum endgültigen Aval. Die Summe ist astronomisch. Und das Beste: Sie muss auf Basis des persönlichen Vermögens des Kandidaten gestellt sein – eine Hürde, die selbst für viele wohlhabende Geschäftsleute kaum zu nehmen ist. Die Zahl spricht für sich: Das Gesamtbudget des Real Madrid beläuft sich auf mehrere hundert Millionen Euro.

Lo que nadie cuenta es, dass diese Regelung de facto eine Oligarchie schafft. Sie schließt talentierte, engagierte Personen aus, die möglicherweise frischen Wind in den Verein bringen könnten, aber nicht über das erforderliche Vermögen verfügen. Die Frage, die sich stellt, ist, ob ein so restriktives System wirklich im besten Interesse des Vereins ist.

Die Konsequenz ist, dass die Auswahl an potenziellen Kandidaten drastisch reduziert wird. Der Wettbewerb um den Präsidentenposten wird zur Farce, wenn nur wenige Personen überhaupt die Möglichkeit haben, sich zu bewerben. Es bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen in Madrid ihre Entscheidung überdenken und die Statuten so anpassen, dass sie eine größere Vielfalt an Kandidaten zulassen und so die Demokratie im Verein stärken.