Sinner jagt rekord: 26 sätze in serie – heute nacht gegen michelsen

26 Sätze ohne Satzverlust, 13 Siege in Serie in Masters-1000-Turnieren, ein Titel zu verteidigen – und das alles unter Flutlicht. Jannik Sinner bestellt sich Miami. Gegen Alex Michelsen, 21.00 Uhr Ortszeit, spätestens dann steht der Weltranglistenzweite wieder auf dem Court, wo er 2024 die Trophäe in die Höhe riß. Die Frage ist nicht, ob er gewinnt. Die Frage ist, wie lange Michelsen durchhält.

Der amerikanische aufbauer ist sinner liebster sparringspartner

Zweimal haben sie sich 2024 gesehen – zweimal verließ Michelsen mit leeren Händen das Feld. Cincinnati: 6-4, 7-5. New York: 6-4, 6-0, 6-2. Kein Satz, kein Break, kein Plan. „Er schlägt hart, er läuft schnell, aber er findet keine Lücke“, sagte Sinner damals knapp. In Miami wird Michelsen seine einzige Chance nutzen müssen: den ersten Aufschlag. Trifft er nur jeden zweiten, ist das Match nach 70 Minuten vorbei.

Sinner selbst kommt frisch daher. Gegen Corentin Moutet ließ er im Achtelfinale nur fünf Games, sein Aufschlagspiel lief bei 76 % Erfolgsquote. Die Zahl, die alle Sprachlos macht: 26 Sätge in Serie in Masters-1000-Events. Novak Djokovic hielt bislang den Rekord bei 24. „Ich merke es gar nicht“, sagt Sinner. „Ich merke nur, daß ich jeden Tag besser schlafe.“

Sky überträgt exklusiv – und die uhr tickt

Sky überträgt exklusiv – und die uhr tickt

Wer zuschauen will, braucht Sky. Die deutschen Sendeanstalten haben das Turnier abgegeben, in Italien laufen die Rechte an Sky Sport Uno und Sky Sport Tennis. Stream geht über Sky Go und Now. Beginn: nicht vor 21.00 Uhr in Miami, 03.00 Uhr Mitteleuropäischer Zeit. Für Europäer ein Nachtjob, für Sinner Routine: Er spielte in dieser Saison schon fünf Mal nach Mitternacht – und gewann jedes Mal.

Michelsen dagegen muß seine Kräfte dosieren. Gegen Alejandro Tabilo brauchte er drei Sätze, zuvor schaltete er Bellucci und Norrie aus. Die Partie gegen Tabilo endete nach Mitternacht, die Regeneration ist kurz. „Ich habe 18 Stunden Zeit“, sagt er lachend. „Genug, um die Beine zu verlieren.“

Sinner könnte mit einem Sieg nicht nur ins Viertelfinale einziehen, sondern auch die Weltranglistenführung sausen lassen. Carlos Alcaraz flog gestern raus, ein freier Fall droht. Die Rechnung ist simpel: Sinner gewinnt das Turnier, er übernimmt Platz eins. Die Konkurrenz schaut auf die Uhr – und auf den Italiener, der gerade jeden Rekord pulverisiert, der ihm in den Weg kommt.