Sinner auf wimbledon-kurs: fitness-check gibt grünes licht
Jannik Sinner, der frischgebackene Rome-Champion, kann aufatmen: Nach den Strapazen der letzten Monate und einer ungewöhnlichen Schwächephase in Roland Garros steht dem Italiener der Weg nach Wimbledon offen. Medizinische Untersuchungen in Mailand bestätigen, dass der Weltranglistenerste für den Rasen-Klassiker bereit ist – ein enormer Coup für den Titelverteidiger.

Die ursache der probleme: ein marathon der matches
Die Probleme in Paris waren offensichtlich: Sinner musste sich aufgrund von Krämpfen und Dehydration im zweiten Satz gegen Cerúndolo geschlagen geben. Doch die Ärzte diagnostizierten keine schwerwiegenden Verletzungen, sondern lediglich Erschöpfung und Müdigkeit. Ein Blick auf seinen Spielplan der letzten Monate offenbart die Ursache: Von seinem ersten Match in Indian Wells am 7. März bis zu seinem Triumph in Rom am 17. Mai bestritt Sinner unglaubliche 29 Partien – fast täglich und oft unter extremen Wetterbedingungen. Das ist ein Kraftakt für jeden Athleten, selbst für einen Weltklassespieler wie Sinner.
Die hohe Belastung forderte ihren Tribut. Doch die gründliche Untersuchung im San Raffaele Krankenhaus gab nun die erlösende Botschaft ab: Sinner ist fit und kann seine Vorbereitung auf Wimbledon in Kürze wieder aufnehmen. Ein Trainingsstart ist geplant, wobei ein Exibitionsmatch in Hurlingham kurz vor dem Turnier eine Option sein könnte.
Die Wimbledon-Ausgabe 2023 liegt noch immer frisch im Gedächtnis: Sinner besiegte Alcaraz in einem packenden Final in vier Sätzen und sicherte sich den Titel. Kann er seine Leistung wiederholen? Die Konkurrenz ist stark, aber mit seiner beeindruckenden Fitness und seinem unbändigen Willen ist Sinner bereit, erneut Geschichte zu schreiben. Die Tenniswelt fiebert einem möglichen Duell mit Alcaraz in London bereits entgegen.
