Silva befreit sich: bvb-angreifer knipst endlich!

Fabio Silva hat endlich den Torhunger gestillt – und das könnte der Startschuss für eine neue Ära im BVB-Angriff sein. Der Portugiese, der in den letzten Monaten mit seiner Form zu kämpfen hatte, bewies gegen Freiburg, dass er mehr als nur ein Mitspieler ist.

Ein steiniger weg zum durchbruch

Der Weg von Fabio Silva zum Durchbruch beim Borussia Dortmund war alles andere als geradlinig. Nach einer vielversprechenden Zeit bei Porto führte ihn seine Karriere quer durch Europa – Portugal, Niederlande, Frankreich, England. Beim BVB selbst erlebte er zunächst einen holprigen Start, eine Verletzung zu Beginn seiner Zeit in Schwarz und Gelb bremste seinen Rhythmus. Er pendelte zwischen Jokerrolle und gelegentlichen Startelf-Einsätzen, stets bemüht, sich zu beweisen.

Seine Stärken liegen nicht im klassischen Strafraum-Instinkt, sondern im Spiel mit dem Ball, in der Kombination und der Vorbereitung für seine Mitspieler. Sechs Vorlagen in 25 Spielen sprechen Bände, zeigen, dass sein Wert für die Mannschaft weit über bloße Treffer hinausgeht. Doch auch ein Silva muss sich am Ende in der Statistik beweisen, und die bisherige Quote von zwei Toren in der Liga wirkte wie ein Damoklesschwert über ihm.

Die Frustration war ihm deutlich anzusehen, sowohl auf dem Platz nach vergebenen Chancen als auch abseits des grünen Rasens, wenn es um die Torquote ging. Doch gegen Freiburg war es soweit: Nach einer unkonventionellen Ballflugbahn, die aber letztlich für Silva günstig fiel, ließ er den Dortmunder Fans einen Hoffnungsschimmer aufleuchten. Das 4:0, kein spielentscheidender Treffer, aber ein Zeichen.

Kovac sieht mehr als nur einen torjäger

Kovac sieht mehr als nur einen torjäger

„Ich denke, alle sehen, dass ich mehr bin als nur ein Spieler, der Tore schießt“, betonte Silva nach dem Spiel. „Ich denke, alle sehen, wie ich spiele.“ Ein Tor sei zwar das „beste Gefühl für einen Stürmer“, aber manchmal brauche es eben mehr Zeit. Und diese Zeit scheint nun gekommen zu sein. Gerade im Hinblick auf die kommende Saison, in der Silva eine größere Rolle spielen will, ist dieser Treffer Gold wert.

Die Zahlen lügen nicht: Drei Treffer in 36 Pflichtspielen sind für einen Angreifer zu wenig. Aber der Knoten scheint gesprengt, und mit jedem Tor gewinnt Silva nicht nur an Selbstvertrauen, sondern auch an Bedeutung für das Team. Ob er nun endgültig seinen Platz im BVB-Angriff erobert, wird die Zukunft zeigen. Aber eines ist klar: Fabio Silva hat bewiesen, dass er mehr als nur ein Hoffnungsträger ist – er ist ein Spieler, der bereit ist, sich zu beweisen.