Siegemund scheitert überraschend: wimbledon-traum platzt!

London – Der Rasenklassiker in Wimbledon hat für Laura Siegemund eine bittere Überraschung bereithalten. Die 38-Jährige verabschiedete sich bereits nach der ersten Runde, nachdem sie der Belgierin Elise Mertens mit 2:6, 4:6 unterlegen war. Ein jähes Ende für die, die im Vorjahr noch bis ins Viertelfinale gekämpft hatte.

Frustrierte siegemund streitet mit der schiedsrichterin

Frustrierte siegemund streitet mit der schiedsrichterin

Die Erinnerungen an das sensationelle Vorjahr, als Siegemund sich bis ins Viertelfinale vorkämpfte und dort nur knapp gegen Aryna Sabalenka unterlag, scheinen in weiter Ferne zu liegen. Gegen Mertens fand die Schwäbische zunächst überhaupt nicht ins Spiel. Im zweiten Satz kämpfte sie zwar verbissen, doch die Frustration war ihr deutlich anzusehen. Ein Eklat sorgte für zusätzliche Aufregung: Mitte des Satzes äußerte Siegemund ihren Unmut gegenüber der Schiedsrichterin, anscheinend gestört von Mertens' Verhalten beim Aufschlag. Ein Zeichen der zunehmenden Verzweiflung, die letztlich zum schnellen Aus führte.

Die Niederlage wird Siegemund in der Weltrangliste weit zurückwerfen. Tatjana Maria hingegen konnte sich bereits für die nächste Runde qualifizieren. Nun liegt die Hoffnung auf Eva Lys und Ella Seidel, die am Dienstag ebenfalls in das Turnier eingreifen. Lys trifft auf Diana Schnaider, während Seidel gegen Linda Nosková, die Jüngste, die in Berlin triumphierte, als klare Underdog ins Rennen geht.

Bereits am Montag war Tamara Korpatsch gegen Coco Gauff ausgeschieden. Die deutsche Beteiligung an Wimbledon ist damit schwächer als erhofft. Die Frage, ob sich die verbleibenden deutschen Spielerinnen gegen die internationale Konkurrenz durchsetzen können, bleibt spannend. Wimbledon zeigt einmal mehr, wie unberechenbar und emotional die Welt des Sports sein kann.