Haaland schießt norwegen ins wm-achtelfinale – 28 jahre wartezeit vorbei
Erling Haaland hat es wieder getan. In der 86. Minute nagelte der Norweger die Elfenbeinküste an die Wand, sicherte seinem Land ein 2:1 und einen Platz unter den letzten 16 Teams der Weltmeisterschaft. Für Norwegen ist das nach 1998 eine Sensation. Für Haaland persönlich das fünfte Tor bei diesem Turnier.
Ein traumtor und ein spätes drama in dallas
Der Abend begann für die Skandinavier zäh. Gegen die physisch robusten Ivorer tasteten sie sich vor, fanden kaum Lücken. Dann kam Antonio Nusa. Der 21-jährige Leipziger täuschte seinen Gegenspieler mit einer Körperbewegung aus und schlenzte den Ball in den Winkel – ein Tor, das jeden Torwart alt aussehen lässt. Die Führung zur Pause.
Nach der Pause drehte die Elfenbeinküste auf. Amad Diallo, das Juwel von Manchester United, glich in der 74. Minute aus und schien die Verlängerung zu erzwingen. Die Ivorer drängten auf den Siegtreffer, hatten eine Riesenchance durch Diallo selbst, den Örjan Nyland in der Nachspielzeit spektakulär parierte.
Aber Haaland wartet nicht gerne. In der 86. Minute setzte er sich durch, wo andere schon aufgegeben hätten. Sein Treffer war keine Kunst, sondern reine Torjägerinstinkt. Das reichte.

Solbakkens wette auf die stammkräfte
Nationaltrainer Stale Solbakken hatte nach dem desaströsen 1:4 gegen Frankreich, bei dem er fast komplett rotiert hatte, auf seine Besten gesetzt. Neben Haaland und Nusa standen Martin Ödegaard und Alexander Sörloth in der Startelf. Nur der angeschlagene Julian Ryerson von Borussia Dortmund musste auf der Bank Platz nehmen.
Die Entscheidung erwies sich als goldrichtig. Obwohl Norwegen lange Zeit das Tempo nicht fand, behielten die erfahrenen Spieler die Nerven. Die Elfenbeinküste dagegen scheitert zum vierten Mal bei einer Weltmeisterschaft vor dem Achtelfinale. Selbst das Anfeuern von Dirk Nowitzki auf den Rängen half nicht.
Für Haaland ist das Achtelfinale nur die nächste Station. Der Mann will den Titel. Und Norwegen folgt ihm.
