Siebert überzeugt: deutscher schiedsrichter brilliert im champions-league-finale!
Daniel Siebert hat in Budapest Geschichte geschrieben. Der deutsche Unparteiische leitete das Champions-League-Finale zwischen Paris Saint-Germain und Arsenal London und überzeugte auf ganzer Linie – trotz hitziger Diskussionen und strittiger Szenen. Ein Triumph für das deutsche Schiedsrichterwesen, das international Anerkennung findet.

Die leistung unter druck: ein lob von kennern
Der Druck in einem Champions-League-Finale ist immens, so stimmte auch Ex-Schiedsrichter Torsten Kinhöfer zu. Er bezeichnete die Aufgabe als „unmenschlichen Druck“ und lobte Siebert für seine souveräne Leistung. „Da muss man dem Hut ziehen“, erklärte Kinhöfer im ZDF. Die Spielleitung des Berliners habe „Werbung für das deutsche Schiedsrichterwesen“ gemacht. Seine „natürliche Autorität“ und Präsenz bei wichtigen Entscheidungen wurden besonders hervorgehoben.
Arsenal protestierte nach dem verlorenen Elfmeterschießen (3:4) zwar heftig gegen einige Entscheidungen, doch die strittigste Szene in der Verlängerung (102.) ließ selbst Experten nicht unberührt. Ein Zweikampf zwischen Arsenals Noni Madueke und Nuno Mendes im Strafraum führte zu wütenden Protesten der Londoner, nachdem Siebert weiterspielen ließ und Arteta sowie Rice verwarne. Kinhöfer befand: „Ein Gerangel. Ich gehe konform mit ihm. Das ist in der Verlängerung eines Finals kein Strafstoß.“
Ein Zeichen für die Ecken: Ein weiteres Aufsehen erregte Siebert kurz vor der Pause, als er Arsenal knallhart bestrafte. Bukayo Saka benötigte zu lange für die Ausführung einer Ecke, woraufhin Siebert nach einer sechsminütigen Nachspielzeit die Halbzeit pfiff – ohne Arsenal die Möglichkeit zur Standard-Situation zu gewähren. Eine Entscheidung, die zeigt, dass Siebert auch bei scheinbar nebensächlichen Details keine Kompromisse eingeht.
Siebert reiht sich damit in eine illustre Riege deutscher Schiedsrichter ein, die bereits ein Champions-League-Finale geleitet haben: Hellmut Krug (1998), Markus Merk (2003), Herbert Fandel (2007) und Felix Brych (2017). Doch während seine Vorgänger bereits auf die WM-Bühne durften, verpasste Siebert die bevorstehende WM-Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli). Stattdessen erhielt sein Berliner Kollege Felix Zwayer den Vorzug – eine Entscheidung der FIFA, die für Verwunderung sorgte.
Die Leistung von Daniel Siebert ist ein Beweis dafür, dass deutsche Schiedsrichter auf höchstem Niveau mithalten können. Seine klare Linie und sein souveräner Auftritt haben nicht nur die Fans beeindruckt, sondern auch den Respekt der Experten gewonnen. Der Fokus liegt nun auf Zwayer, doch Siebert hat mit seinem Auftritt in Budapest gezeigt, dass er zu den besten Unparteiischen Europas gehört.
