Siebert brilliert: deutscher schiedsrichter feiert champions-league-lob!

Daniel Siebert hat in Budapest Geschichte geschrieben – und nicht nur, weil er ein Champions-League-Finale leitete. Der deutsche Unparteiische erntete nach dem packenden Endspiel zwischen PSG und Arsenal überschwängliche Lobeshymnen von Experten und Funktionären, die ein positives Signal für das deutsche Schiedsrichterwesen senden.

Ein finale voller spannung und kniffliger entscheidungen

Der Druck in einem Champions-League-Finale ist „unmenschlich“, so der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter Torsten Kinhöfer im ZDF. Und doch bewies Siebert, dass er die Nerven behält und mit klaren Entscheidungen das Spiel kontrollierte. Besonders die Entscheidung, nach einem Foul von Cristhian Mosquera an Chwitscha Kwarazchelia einen Elfmeter für PSG zu geben, wurde von Kinhöfer als „absolut richtig“ und „stark“ gewertet.

Allerdings sorgte eine Szene in der Verlängerung für Diskussionen. Noni Madueke kam im Strafraum zu Fall, Arsenal protestierte lautstark, doch Siebert ließ weiterspielen und verwarnt Arsenal-Trainer Mikel Arteta und Declan Rice. Kinhöfer stimmte der Entscheidung zu: „Das ist in der Verlängerung eines Finals kein Strafstoß. Beide halten, beide zerren.“

Zeichen des willens: siebert setzt maßstäbe

Zeichen des willens: siebert setzt maßstäbe

Bereits vor der Pause sorgte Siebert für Aufsehen, als er Arsenal aufgrund zu langer Ausführungszeit einer Ecke zur Halbzeit pfiff und den Standard nicht mehr zuließ. Diese kompromisslose Haltung unterstreicht seine Autorität und zeugt von einem Schiedsrichter, der sich nicht scheut, auch unpopuläre Entscheidungen zu treffen.

Knut Kircher, der deutsche Schiedsrichterchef, lobte Siebert und sein Team für ein „sehr fokussiertes und geradliniges Spielmanagement mit klarster Linie“. Die Leistung von Siebert reiht sich ein in die Tradition von Hellmut Krug, Markus Merk, Herbert Fandel und Felix Brych, die bereits zuvor ein Champions-League-Finale geleitet haben.

Die FIFA entschied sich letztendlich für Felix Zwayer als Schiedsrichter für die bevorstehende WM-Endrunde in Nordamerika. Ein Verpassen für Siebert, dessen Leistungen in Budapest aber unvergessen bleiben werden.