Sgv freiberg: derby-sieg und blick nach oben – doch die taktstock-herausforderung bleibt!
Ein emotionales Ostermontagspiel, ein wichtiger Sieg und ein Blick voller Hoffnung – der SGV Freiberg hat sich gegen die Stuttgarter Kickers mit 2:1 durchgesetzt. Doch während die Fans jubeln, mahnt der Sportliche Leiter Mario Estasi zur Vorsicht: Die Chancenverwertung muss her, denn die Konkurrenz schläft nicht.

Polaukes kopfballstärke bringt freiberg in führung
Paul Polauke, der Innenverteidiger mit Übersicht und sicherem Aufbauspiel, bewies seine Treffsicherheit und erhöhte seine Bedeutung für das Team. Bereits sein drites Tor nach der Winterpause, ein Kopfballtor zum 1:0 gegen seinen Ex-Verein, unterstrich seine Entwicklung. „Es war ein emotionales Spiel für mich“, gestand Polauke nach dem Abpfiff, „ich freue mich über die drei Punkte. Die Erfahrungen aus meiner Zeit bei den Kickers helfen mir jetzt, den Druck im Aufstiegskampf besser einzuschätzen.“
Der Sieg ist zwar ein wichtiges Signal, doch der Weg zur 3. Liga ist noch lang. Die Erinnerung an die Saison 2023/24, als die Kickers trotz einer komfortablen Führung am letzten Spieltag noch den Aufstieg verpassten, lässt Estasi nicht los. „Wir müssen Ruhe bewahren und an uns glauben“, betont Polauke. „Wir haben eine super Mannschaft mit viel individueller Klasse. Daran werden wir arbeiten.“
Die Chanceverwertung bleibt jedoch ein Knackpunkt. In der Schlussphase ließ der SGV Freiberg beste Konterchancen und einen Elfmeter ungenutzt. „Auf diesem Niveau musst du diese Chancen nutzen“, kritisiert Estasi. Trainer Kushtrim Lushtaku versucht, die Situation mit Humor zu nehmen: „Großaspach schießt Woche für Woche reihenweise Tore. Wir versuchen, wenige zu bekommen, aber klar, wir müssen den ein oder anderen Treffer mehr machen. Daran arbeiten wir.“
Die Rückkehr von Marius Köhl, dem überragenden Offensivmann des ersten Saisondrittels, könnte hier Abhilfe schaffen. Auch Tino Bradara steht wieder im Training, ebenso wie Ryan Adigo. Allerdings fällt Meghon Valpoort nach seiner fünften Gelben Karte in Homburg aus. Tim Niklas Pietzsch wird voraussichtlich seine Position einnehmen.
Während die Verantwortlichen um Präsident Emir Cerkez die Spielstättefrage mit der Einigung über das Frankenstadion geklärt haben, muss die Mannschaft nun auf dem Platz liefern. Das Restprogramm ist alles andere als einfach: Es geht gegen Homburg, Großaspach und den 1. FSV Mainz 05 II – die Top-Teams der Regionalliga Südwest. Der Druck ist hoch, aber der SGV Freiberg scheint bereit, die Herausforderung anzunehmen.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Der Aufstiegskampf wird eng und jeder Punkt zählt. Die Saison 2024/25 könnte ein spannendes Kapitel in der Geschichte des SGV Freiberg werden.
