Sevilla ringt um den klassenerhalt: sánchez-pizjuán soll zur feuerkessel werden
Der Sevilla FC steht mit dem Rücken zur Wand. Am Montag, dem 4. Mai, beginnt die Endspielserie: fünf Spiele, ein Ziel – Abstieg verhindern. Real Sociedad gastiert im Ramón Sánchez-Pizjuán, und die Fans wissen: Das muss die Nacht werden, in der das alte Stadion wieder bebt wie damals gegen Juventus.
Die kurve schlägt alarm
Die Niederlage in Pamplona war ein Weckruf. Niemand redet mehr vom „theoretischen“ Risiko. Der Klub liegt auf Platz 18, nur einen Punkt hinter Mallorca, der am Freitag gegen Girona antritt. Die Rechnung ist simpel: Sechs Punkte aus den Heimspielen gegen Real Sociedad und Espanyol, sonst wird es eng. Sehr eng.
Die Peña-Föderation „San Fernando“ mobilisiert unter dem Hashtag #TodosDeRojo. Über zwanzig Fanclubs rufen dazu auf, die Tribünen in ein rotes Meer zu tauchen – „por el escudo, por la historia“. Die Spieler machen mit: Juanlu, Kike Salas, Manu Bueno postieren Instagram-Stories mit dem Slogan „La unión hace la fuerza. Que ruja Nervión.“
Kapitän Nemanja Gudelj sprach die Anhänger direkt an: „Ihr verdient nicht, was ihr gerade erlebt.“ Ehrliche Worte, die die Kluft zwischen Rasen und Rängen kurz schließen – aber nur, wenn Punkte folgen.

Biris norte fordert den rauswurf der geschäftsführung
Die Ultra-Gruppe Biris Norte geht einen Schritt weiter. In einem scharfen Communiqué fordert sie die Abstinenz der aktuellen Vereinsführung am Montag: „Ihr seid kein Teil der Lösung, ihr seid das Problem.“ Die Fans wollen das Stadion für sich, für die Mannschaft – und vor allem gegen den Abstieg.
Der Klub reagiert mit Ticket-Aktionen für Mitglieder, versucht, die Wut in Support umzuwandeln. Ob das reicht, wird sich auf dem Platz zeigen. Das Gras wird entscheiden, aber die zwölfte Mannschaft will mitbeten – lautstark und ganz in Rot.
Der Countdown läuft. In sieben Tagen kann klar sein, ob Sevilla 2025/26 Zweitliga-Luft schnuppert oder ob die Feuerkessel-Nächte von Nervión Geschichte schreiben. Die Stadt hält den Atem an.
