Sevilla bangt: gudelj fordert kampfgeist in der krise!
Ein Raunen ging durch die Andaluser Fußballwelt, als Nemanja Gudelj, Kapitän des Sevilla FC, am heutigen Mittag im José Ramón Cisneros Palacios Sportzentrum die bittere Wahrheit aussprach: Die Nervionen stecken in einer tiefen Krise. Nur zwei Punkte über dem Abstiegsstrich – ein Albtraum für den stolzen Traditionsverein.
Die stimmung im team: dunkel, aber nicht hoffnungslos
Die jüngste Niederlage gegen den Zweitligisten Oviedo im Carlos Tartiere hat tiefe Wunden hinterlassen. „Die Stimmung ist momentan nicht die beste“, räumte Gudelj ein, „aber wir haben noch acht Endspiele vor uns. Wir müssen in jedem Spiel alles geben, als wäre es das wichtigste des Jahres.“ Die Fans machen ihrem Unmut Luft, auch im Flughafen empfing ein pfiffiger Empfang die Mannschaft. Doch Gudelj versucht, die positiven Aspekte hervorzuheben: „Wir sind Profis, wir kennen den Druck. Wir müssen ihn in Energie umwandeln.“
Ein Vorwurf nach dem anderen: Fehlt Sevilla der Mut?
Die Frage, ob dem Sevilla FC der Mut fehle, quittierte Gudelj mit einem entschiedenen Kopfschütteln. „Ich glaube nicht, dass das die Wahrheit ist. Wir geben alles auf dem Platz, aber die Ergebnisse stimmen einfach nicht. Wir sind nicht dort, wo der Sevilla FC hingehört. Ich verstehe die Enttäuschung der Fans, aber wir kämpfen von Spiel zu Spiel.“ Die Kritik an der taktischen Ausrichtung unter dem neuen Trainer García Plaza ist ebenfalls laut. Gudelj verteidigte seinen Coach: „Jeder Trainer hat seine eigene Philosophie. Wir arbeiten hart an der Umsetzung seiner Ideen, aber gegen Oviedo ist es leider nicht gelungen – insbesondere nicht, nachdem Tanguy die rote Karte erhalten hat.“

Die rettung muss aus eigener kraft gelingen
„Wir müssen diese Situation gemeinsam meistern – das Team, der Verein und die Fans“, betonte Gudelj. „Wir brauchen die Unterstützung der Anhänger, insbesondere in den kommenden Acht Finalspielen. Sie sind unser zwölfter Mann.“ Die Situation ist ernst, aber der Kapitän behält einen kühlen Kopf: „Wir sind Sevilla. Wir dürfen nicht aufgeben. Wir haben die Qualität, um das zu schaffen.“
Seine persönliche Zukunft, mit einem Vertrag, der in drei Monaten ausläuft, spielte Gudelj in diesem Moment keine Rolle. „Nemanja Gudelj ist jetzt nebensächlich. Wichtig ist, dass der Sevilla FC diese Krise überwindet.“ Die Instabilität auf der Trainerbank der letzten Jahre wird ebenfalls nicht vergessen, doch Gudelj fokussiert sich auf die Gegenwart: „Wir müssen uns auf die nächsten acht Spiele konzentrieren und alles dafür geben.“
Schiedsrichterentscheidungen und Fan-Wut: Ein Teufelskreis
Gudelj ließ Kritik am Schiedsrichtergespann in Oviedo nicht unerwähnt. „Es ist auffällig, dass viele strittige Entscheidungen gegen uns ausfallen. Und diese drei Minuten Nachspielzeit waren schlichtweg absurd.“ Die Wut der Fans nach dem Spiel ist verständlich, aber der Kapitän appelliert an die Vernunft: „Wir brauchen ihre Unterstützung, nicht ihre Anfeindungen. Gegen Oviedo haben wir uns wie zu Hause gefühlt – und das ist nicht das, was wir wollen.“
Die Saison neigt sich dem Ende zu, und die Zeit drängt. Sevilla muss sich jetzt zusammenreißen, wenn der Abstieg vermieden werden soll. Der Kampfgeist muss zurückkehren, der Glaube an die eigene Stärke muss wiedergefunden werden. Denn eines ist klar: Die Rettung muss aus eigener Kraft gelingen. Es liegt an den Spielern, dem Trainer und den Fans, gemeinsam diese schwere Zeit zu überstehen und den Sevilla FC zurück in die Erfolgsspur zu bringen – bevor es zu spät ist.
