Serie-a-ausfälle 29. spieltag: so viele stars fallen aus – das sind die großen leidtragenden

Der 29. Spieltag der Serie A kommt ohne spektakuläre Spitzenspiele, aber mit einem Horror-Who-is-Who der verletzten und gesperrten Stars. Ganze 45 Profis fehlen – einige für wenige Tage, andere bis Saisonende. Für Fantasy-Manager ist das ein Albtraum, für die Trainer ein Puzzle mit fehlenden Teilen.

Inter und napoli: titelaspiranten mit klaffenden lücken

Lautaro Martínez’ Oberschenkelzerrung trifft den Tabellenführer mitten ins Herz. Der Argentinier fehlt mindestens bis Spieltag 30, ebenso Hakan Çalhanoğlu (Adduktoren) und Alessandro Bastoni (Knie). Ohne diese Dreier-Achse wirkt Simone Inzaghis Maschine plötzlich menschlich. Im Süden ringt Napoli um die Champions-League-Plätze, muss aber auf Giovanni Di Lorenzo (Bänderriss, Rückkehr 31), Alessandro Buongiorno und den gesamten Innenverteidungs-Block verzichten. Die Partie gegen Udinese droht zur Farce zu werden.

La cifra habla por sí sola: 18 der 45 Ausfälle betreffen Spieler, die in dieser Saison bereits 100 Tore direkt beteiligt waren – Tore plus Vorlagen. Die Offensive leidet mehr als die Defensive.

Roma, lazio und der ewige lazio-kniefall

Roma, lazio und der ewige lazio-kniefall

José Mourinho muss gegen Sassuolo auf Artem Dovbyk verzichten – der ukrainische Stürmer laboriert an einer Syndesmosespanne, kommt frühestens Spieltag 32 zurück. Dazu fällt Dybala bis Mitte April aus. Die Roma erzielte in den letzten sieben Partien 13 Tore – acht davon gehen auf das Konto der beiden Angreifer. Lazio verliert mit Lucas Rovella und Adam Marusic zwei Schlüsselfigur en des Mittelfelds. Der Saison-Ausfall von Provedel im Tor ist bereits besiegelt.

Die underdog-fallen: cagliari, verona und der abstiegskrimi

Die underdog-fallen: cagliari, verona und der abstiegskrimi

Cagliari droht der Absturz. Mit Belotti, Felici und Idrissi fehlen drei potenzielle Joker, dazu ist die gesamte Innenverteidigung verletzt. Verona verliert Lovric und Bernede – im Kampf gegen den Drop sind das keine „kleinen“ Ausfälle, sondern potenzielle Todesstöße. Die Statistik ist gnadenlos: Teams mit mehr als vier Langzeitverletzten in der Rückrunde haben in 78 % der Fälle den Klassenerhalt verpasst.

Lo que nadie cuenta es: Die meisten Vereine verstecken sich hinter „da valutare“. Ein Codewort für: Wir wissen selbst nicht, ob er diese Saison nochmal spielt. Das verunsichert Kaderplaner, Buchmacher – und vor allem die Fans, die jeden Samstag neu rechnen.

Für Fantasy-Manager gilt: Wer jetzt noch auf Loftus-Cheek oder Neres setzt, verschenkt Punkte. Die Meisterschaft wird nicht in Mailand oder Neapel entschieden, sondern auf den Liegen der Physiotherapeuten. Die nächsten 270 Minuten könnten über Schicksal und Saisonziele urteilen – ohne dass ein Ball rollt.